Weyeneth erwartet keinen Gang in die Opposition

publiziert: Samstag, 22. Nov 2003 / 13:41 Uhr

Bern - Die Berner SVP will Samuel Schmid und Christoph Blocher im Bundesrat. Dies sagte Kantonalpräsident Hermann Weyeneth in einem Interview der Berner Zeitung. Er erwartet deshalb keinen Gang in die Opposition.

Hermann Weyeneth ist hinsichtlich der bevorstehenden Bundesratswahlen zuversichtlich.
Hermann Weyeneth ist hinsichtlich der bevorstehenden Bundesratswahlen zuversichtlich.
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Sollte es aber tatsächlich zu einem Auszug der SVP in die Opposition kommen, will die Berner Kantonalpartei eine Urabstimmung verlangen. Darüber, wie die Oppositionsrolle der SVP konkret aussehen könnte, herrsche in der Partei nämlich alles andere als Einigkeit, führte Weyeneth aus.

Eine Fundamentalopposition der SVP hält Weyeneth für wenig erfolgversprechend. Fundamentalopposition würde bedeuten, dass die SVP alles, was von der Regierung kommt, bekämpft, mit dem Ziel einmal bei den Wahlen 51 Prozent zu holen und die Macht zu übernehmen. Laut Weyeneth würde das die SVP nie schaffen.

Als realistischer erachtet der Berner Kantonalpräsident hingegen, dass die SVP ihre Anliegen noch lauter vorbringt und das Mittel des Referendums noch konsequenter einsetzt. Da wären wir von der Rolle, die wir heute spielen, gar nicht mehr so weit entfernt.

Opposition zu machen und nicht mehr in der Regierung zu sein hält Weyeneth in der Schweiz für riskant. Und er wolle nicht, dass die SVP die Mehrheit in einigen Jahren auf den Knien bitten müsse, sie wieder in die Regierung aufzunehmen.

(rr/sda)

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