Wichtiger Match - und doch nicht ausverkauft

publiziert: Donnerstag, 16. Dez 2004 / 08:01 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Dez 2004 / 16:48 Uhr

Mit welcher Formation Basel gegen Feyenoord den letzten Schritt in die Sechzehntefinals des UEFA-Cup vollziehen will, liess Trainer Christian Gross offen. Fest steht, dass Basel den unter Umständen im Fernduell mit den Hearts benötigten Sieg ohne falsche Zurückhaltung anpeilen wird.

Rotterdam-Trainer Ruud Gullit verzichtet auf einige Schlüssel-Spieler.
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Gross sprach 24 Stunden vor der Begegnung mit dem bereits qualifizierten Gruppenleader gut gelaunt von der positiven Grundhaltung und der offensiven Ausrichtung, mit welcher die "sehr delikate und schwierige" Aufgabe zu bewältigen sei.

Fürs Spiel gegen eine Mannschaft, welche er der gehobenen europäischen Preisklasse zurechnet, hofft Gross auf ein ausverkauftes Stadion; "erst" 26 500 Tickets hat der FCB bislang im Vorverkauf abgesetzt. Rund 1450 Eintritte sicherten sich die Holländer.

Wenig Ausfälle

Die Liste der nicht verfügbaren Spieler ist kürzer als auch schon. Alexandre Quennoz ist für das "Highlight am Ende des Kalenderjahres" (Gross) sicher wieder einsatzfähig, Gleiches gilt für Sébastien Barberis, der allerdings voraussichtlich dem Australier Mile Sterjovski weichen muss. Zur Aufstellung sagte Gross nichts Konkretes. Deshalb ist auch offen, ob er im Offensivbereich auf Matias Delgado oder César Carigagno setzt.

Finanziell wäre ein Out für den FCB zu verkraften, aber Gross betonte, dass im UEFA-Cup durchaus Geld zu verdienen sei. Und für den Zürcher wäre es bemerkenswert, würde Basel zwei Jahre nach dem starken Auftritt in der Champions League auf europäischer Ebene "wieder einen Schritt nach vorne machen". Voraussetzung dafür ist aller Voraussicht nach eine erfolgreiche Revanche für die letzten beiden verlorenen Spiele gegen Rotterdam vor vier Jahren.

Widerstand?

Wieviel Widerstand die Holländer den Baslern leisten werden, ist schwierig zu prognostizieren. Derweil dem FCB im Prinzip nichts anderes bleibt, als den Sieg anzustreben, kann der Vierte der Ehrendivision ausser dem Gruppensieg nichts mehr verspielen.

In Basel wird Ruud Gullit neben anderen auf seinen ansonsten immer gesetzten japanischen Regisseur Sjinji Ono verzichten, womit zumindest der Coach andeutet, welchen Aufgaben er prioritäre Bedeutung beimisst.

Mögliche Aufstellungen

Basel: Zuberbühler; Philipp Degen, Zwyssig, Quennoz, Kléber; Barberis/Sterjovski, Huggel, Chipperfield; Rossi; Gimenez, Carignano/Delgado.

Feyenoord: Lodewijks; Song, Loovens, Paauwe, Mtiliga; Ghaly, Buffel, Bosschaart; Goor, Kuijt, Kalou.

Bemerkungen: FCB ohne Yakin, Smiljanic (beide verletzt) und Ergic (rekonvaleszent). Sollte Delgado von Beginn weg spielen, würde Rossi in den Zweimannsturm vorrücken. Feyenoord ohne Ono und Saidi (beide geschont, nicht angereist).

SR Megia Davila (Sp).

(bert/Si)

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