Neues Stationierungskonzept

Widerstand gegen Asylzentrum in Waadtländer Kaserne

publiziert: Dienstag, 26. Nov 2013 / 13:29 Uhr
Die Gemeinde kündigte an, alles zu unternehmen, um ein Bundeszentrum für Asylbewerber zu vermeiden. (Symbolbild)
Die Gemeinde kündigte an, alles zu unternehmen, um ein Bundeszentrum für Asylbewerber zu vermeiden. (Symbolbild)

Die Waadtländer Gemeinde Moudon bedauert die Schliessung des Waffenplatzes Valacrêt bis 2020. Die Gemeindebehörden sind jedoch vor allem beunruhigt über die Zukunft der Kaserne. Sie wollen von einem Bundeszentrum für Asylbewerber nichts wissen.

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Mit der Schliessung des Waffenplatzes gingen ungefähr 50 Stellen verloren, sagte Gilbert Gubler, Gemeindepräsident von Moudon, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. In der Kaserne wurden vor allem Sanitäter, aber auch andere Truppen, ausgebildet.

Die Gemeinde erfuhr die Schliessung aus den Medien und findet es «skandalös», vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Man sei zu keinem Zeitpunkt miteinbezogen worden. Die Gemeinde kündigte an, alles zu unternehmen, um ein Bundeszentrum für Asylbewerber zu vermeiden.

Die von mehreren Medien erwähnte Umwandlung in ein Asylzentrum ist zurzeit vom Bund nicht bestätigt. Moudon habe eine lange Tradition bei der Aufnahme ausländischer Gemeinschaften, sagte Gubler. Ungefähr 45 Prozent der Bevölkerung bestehe aus Ausländern.

Gemeinde hat andere Pläne

Seit über 15 Jahre gebe es zudem ein Zentrum, in dem im Durchschnitt 150 Asylbewerber lebten, sagte der Gemeindepräsident. Wenn nun auf einmal 540 zusätzliche Asylbewerber kämen, würde das in der Bevölkerung auf Unverständnis stossen.

Die Gemeinde hat bereits andere Pläne für die Kaserne, lässt sich aber noch nicht in die Karten blicken. Bereits erwägt wurde ein Umzug der Polizeischule von Savatan in St-Maurice VS in die Kaserne in Moudon VD. Für Gubler wäre dies ein akzeptabler Austausch.

Kanton Waadt gegen Asylzentrum

Die Waadtländer Regierung stellt sich ebenfalls gegen ein Asylzentrum in der Kaserne Moudon mit 540 Plätzen. Diese Perspektive sei «total unzumutbar», sagte der Waadtländer Regierungsrat Philippe Leuba (FDP).

Offiziell sei noch keine Entscheidung getroffen worden, der Kanton Waadt sei weder vom VBS noch vom Departement von Bundesrätin Simonetta Sommaruga kontaktiert worden, sagte Leuba am Dienstag der Nachrichtenagentur sda.

Moudon zähle 5000 Einwohner. Dort 540 Asylbewerber unterzubringen, welche zehn Prozent der Bevölkerung ausmachten, sei unzumutbar. Das sei die Meinung der gesamten Waadtländer Regierung.

(bert/sda)

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