Widmer-Schlumpf: Bundesrat hielt Wechsel für gute Lösung

publiziert: Sonntag, 3. Okt 2010 / 09:18 Uhr
Ihr Departementswechsel sei vom Gesamtbundesrat gefordert worden: Eveline Widmer-Schlumpf
Ihr Departementswechsel sei vom Gesamtbundesrat gefordert worden: Eveline Widmer-Schlumpf

Bern - Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf verteidigt ihren Wechsel vom Justiz- und Polizeidepartement ins Finanzdepartement. Der Gesamtbundesrat sei der Meinung gewesen, es sei eine gute Lösung, wenn sie Finanzministerin werde, sagt sie in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».

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Der Bundesrat habe die Situation ernsthaft diskutiert. Im EFD stünden Geschäfte an, die man nahtlos übernehmen müsse. Und es stünden schon bald Verhandlungen mit anderen Staaten an. Deshalb habe sich die Regierung gefragt, wer geeignet sei, das EFD zu übernehmen, sagt Widmer-Schlumpf.

«Der Bundesrat kam zur Auffassung, es sei eine gute Lösung, wenn ich Finanzministerin werde. Das war die Situation», beschreibt Widmer-Schlumpf im Interview den Weg zum Beschluss. Sie habe natürlich bestätigt, dass sie das Finanzdepartement interessiere.

Widmer-Schlumpf tröstet Nachfolgerin Sommaruga

Sie fühle sich wohl in dieser Materie, sagt sie weiter. «Im EFD bin ich sicher nicht am falschen Ort». Die Wahlen 2011 hätten keine Rolle gespielt. «Ich mache keine wahltaktischen Überlegungen», sagt sie im Interview. Letztlich müsse jeder bereit sein, alles zu übernehmen. «Hätte es geheissen, ich müsse das VBS übernehmen, hätte ich das getan».

Trost spendet Widmer-Schlumpf ihrer Nachfolgerin im EJPD. Simonetta Sommaruga sei nach der Departementsverteilung zwar «im ersten Moment sicher enttäuscht» gewesen. Das EJPD sei aber ein Querschnitts-Departement mit zahlreichen interessanten Themen. Gerade für den Migrationsbereich mache sich die SP seit Jahren sehr stark. Sommaruga habe hier einen grossen Gestaltungsbereich, gerade auch bei der Integration.

(et/sda)

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