Widmer-Schlumpf will nicht nur Minderjährige schützen

publiziert: Sonntag, 28. Jun 2009 / 09:50 Uhr

Bern - In der Schweiz soll die Beschneidung von Mädchen und auch von volljährigen Frauen strafbar werden. Dieser Meinung ist Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Die zuständige Parlamentskommission hatte vorgeschlagen, nur die Beschneidung von Minderjährigen zu ahnden.

Sozialer Druck lindern: Eveline Widmer-Schlumpf.
Sozialer Druck lindern: Eveline Widmer-Schlumpf.
Die Verstümmelung weiblicher Genitalien müsse als Straftatbestand im Strafgesetzbuch verankert werden, sagte die Justizministerin in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». «Die zuständige Kommission sollte noch einmal über die Bücher.»

Die Vernehmlassung zu einem Gesetzesvorschlag, der auf Grund einer parlamentarischen Initiative der SP ausgearbeitet worden war, endete vor einer Woche. Er sieht vor, dass nur die Beschneidung von unter 18-jährigen Frauen und Mädchen geahndet werden soll. Dies wurde namentlich von SP und Grünen kritisiert.

«Natürlich hat eine Person ab 18 Jahren ihren freien Willen», sagte Widmer-Schlumpf. Doch in gewissen Kreisen sei der soziale Druck so gross, dass man nicht behaupten könne, dass erwachsene Frauen sich aus freiem Willen beschneiden liessen. «Ihnen muss strafrechtlich so geholfen werden, dass sie nicht unter einem Gruppenzwang leiden müssen.»

Genitalverstümmelung auch im Ausland geahndet

Beim Ausarbeiten des Gesetzesvorschlags habe die zuständige Parlamentskommission die Führung, stellte Widmer-Schlumpf klar. Das Justiz- und Polizeidepartement und sie selbst hätten sich noch nicht dazu äussern können.

Verabschiedet das Parlament den neuen Artikel, wird die Genitalverstümmelung an Frauen und Mädchen unter Strafe gestellt, auch wenn sie im Ausland vorgenommen wurde und dort nicht strafbar ist. Es drohen Strafen von bis zu 10 Jahren Freiheitsentzug.

(ht/sda)

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