Gesünder Leben
Wie man 100 Jahre alt wird
publiziert: Donnerstag, 9. Jun 2011 / 08:39 Uhr
Nicht nur Gene, auch die Lebensführung fördert das gesunde Altern.
Nicht nur Gene, auch die Lebensführung fördert das gesunde Altern.

Kiel - In Deutschland leben etwa 10'000 Hundertjährige, die Tendenz ist steigend. Forscher haben das sogenannte «Methusalem-Gen» bereits entdeckt und suchen nun nach weiteren Genvarianten, die bei Hundertjährigen zu finden sind.

5 Meldungen im Zusammenhang
«Wir vermuten, dass es noch mehr solcher Gene gibt», sagt Almut Nebel, die wissenschaftliche Leiterin der «Forschungsgruppe Gesundes Altern» am Universitätsklinikum in Kiel.

Die zwei Gene, die bisher bekannt sind, trägt jeder Mensch. Aber die Über-Hundertjährigen verfügen über eine bestimmte Variante des Gens. «Gene haben jedoch nur zu etwa 30 Prozent Einfluss auf unsere Lebenserwartung», sagt Nebel. 70 Prozent bestimmt die Lebensweise. Die erforschten Hundertjährigen geben den Forschern auch Einblick über ihre Lebensgewohnheiten und zu den Umweltbedingungen, in denen sie so alt geworden sind.

Lebenserwartung steigt stetig

Die Bedingungen und Gewohnheiten, die ein hohes Alter bringen, sind Sport und gesunde Ernährung. Sind aber bestimmte Genvariationen vorhanden, ist die Chance grösser, besonders alt zu werden. «Wenn wir die Effekte einzelner, bereits verdächtiger Gene kennen, werden wir den Alterungsprozess des menschlichen Körpers besser verstehen», sagt Nebel. Das Ziel der Forscher ist es, auch im hohen Alter gesund leben zu können.

Die Lebenserwartung in den Industrienationen steigt ohnehin kontinuierlich an. Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei 82 Jahren und sechs Monaten für Frauen sowie bei 77 Jahren und vier Monaten für Männer. Das Statistische Bundesamt geht von einem Anstieg der Lebenserwartung um weitere vier bis fünf Jahre bis zum Jahr 2050 aus. Neben Ernährung, Bewegung und Lebensstandard spielen auch Gene eine wichtige Rolle.

3000 Erbgutproben zur Verfügung

Seit über zehn Jahren arbeiten Molekularbiologen, Ärzte, Bioinformatiker und Laboranten dem Ziel, die Langlebigkeit zu erforschen. Im Mittelpunkt stehen die Identifizierung und Charakterisierung von genetischen Faktoren, die es Menschen erlauben, vital alt zu bleiben. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf rüstige Hochbetagte ab 98 Jahren. Der Forschungsgruppe stehen durch die Biobank «Popgen» rund 3000 Erbgutproben von Männern und Frauen über 90 Jahren zur Verfügung.

(bert/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf/Tokio - Die UNO hat die ... mehr lesen
Die UNO fordert weltweit Politikstrategien für alternde Gesellschaften.
Intensiv Rad fahren ist gesund: Velofahrer in den Bergen.
Paris - Schnelles Radfahren ist offenbar gesünder als ausdauerndes Radeln: Männer, die schnell und intensiv Rad fahren, leben einer dänischen Studie zufolge 5,3 Jahre und Männer mit ... mehr lesen
Paris/Berlin - Je älter die Menschen ... mehr lesen
Jeder 25. Mensch in der Schweiz ist im Alter auf dauerhafte Pflege angewiesen.
In keinem OECD-Land arbeitet ein höherer Bevölkerungsanteil als in der Schweiz.
Paris/Bern - Die Schweizer leben und ... mehr lesen
Neuenburg - Zug ist der Kanton, in dem die Männer im Schnitt am längsten ... mehr lesen
Die Lebenserwartung für Männer in der Schweiz beträgt 79,7 Jahre, für Frauen 84,3 Jahre.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Mickael L. Perrin in seinem Labor an der Empa.
Mickael L. Perrin in seinem Labor an der Empa.
Dübendorf, St. Gallen und Thun - Mickael L. Perrin will winzige Kraftwerke aus Graphen-Nanobändern bauen, die aus Wärme Strom erzeugen. Für sein ehrgeiziges Projekt erhielt er nun einen der prestigeträchtigen «ERC Starting Grants» der EU sowie eines der 32 Eccellenza-Förderungsstipendien des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Er wird eine Assistenzprofessur an der ETH Zürich antreten - und seine Forschung an der Empa fortsetzen. mehr lesen 
Wissenschaftler des Harbin Institute of Technology in China und der Northumbria University Newcastle haben gemeinsam eine neue technologische Lösung entwickelt, die stromsparende Systeme für den Einsatz in bionischen Augen ermöglichen soll. mehr lesen  
Das empfindlichste Radioteleskop des 21. Jahrhunderts  Bern - Mit dem «Square Kilometre Array», dem empfindlichsten Radioteleskop des 21. Jahrhunderts, soll die Entstehung der ersten Sterne und Galaxien erforscht werden. Betrieben wird ... mehr lesen
«Square Kilometre Array Observatory» (SKAO): Im Bild links geplante SKA-Parabolantennen; rechts zu sehen geplante SKA-Dipolantennen (jede etwa zwei Meter hoch).
Potsdam - Die seit fast zwei Jahren andauernde Corona-Pandemie hat weltweit enorme Zuwächse beim Online-Lernen ausgelöst - vor allem in den Bereichen Gesundheit, Arbeit und Bildung. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO auf einer Fachtagung in Potsdam berichtete, wird in den nächsten Tagen auf ihrer Internet-Plattform OpenWHO die Schwelle von sechs Millionen Einschreibungen überschritten. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -3°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel -2°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen -3°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Bern -4°C 3°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern -2°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Genf -3°C 5°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten