Wieder Tote im Gazastreifen
publiziert: Mittwoch, 27. Jun 2007 / 11:19 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Jun 2007 / 15:05 Uhr

Gaza - Bei ihrem grössten Einsatz seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Hamas hat die israelische Armee im Gazastreifen mindestens elf Palästinenser getötet. Die meisten Toten waren bewaffnete Kämpfer.

Laut Augenzeugen gab es verschiedene israelische Angriffe im Gazastreifen.
Laut Augenzeugen gab es verschiedene israelische Angriffe im Gazastreifen.
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Drei der sieben Extremisten hätten der seit zwei Wochen in dem Palästinensergebiet herrschenden Hamas angehört, berichteten Sanitäter und Bewohner weiter. Unter den zivilen Opfern sei auch ein zwölf Jahre alter Junge. Mehr als vierzig Menschen wurden bei den Angriffen verletzt.

Ungeachtet ihrer Feindschaft verurteilten die Hamas und die Fatah von Präsident Mahmud Abbas geschlossen den israelischen Einsatz. Die Hamas erklärte, der Einsatz sei Teil einer Verschwörung mit Abbas, um die Hamas und die Palästinenser aus dem Gazastreifen zu vertreiben.

Vorwand für Gewalt gegen Zivilisten

Ein Fatah-Sprecher sagte, Israel nutze die Machtübernahme der Hamas als Vorwand für Gewalt gegen Zivilisten. Die Hamas hatte vor zwei Wochen die Abbas ergebenen Fatah-Kämpfer aus dem Gazastreifen vertrieben.

Abbas selbst sprach von «kriminellen Taten gegen unser Volk in Gaza oder im Westjordanland». «Wir sind gegen jede Form von Gewalt», betonte der Präsident und verurteilte gleichzeitig Raketenangriffe militanter Palästinenser im Gazastreifen auf das israelische Grenzgebiet.

Eine israelische Militärsprecherin sprach von einem Einsatz gegen terroristische Bedrohungen. Zwei Soldaten seien durch eine auf ihr Fahrzeug abgefeuerte Panzerabwehrrakete verwundet worden.

(rr/sda)

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