Wildhüter alarmiert: Weniger Löwen in Kenia
Nairobi - Schlechte Zeiten für den «König der Tiere»: Die Zahl der Löwen in Kenia ist nach Angaben der nationalen Wildschutzorganisation KWS seit den 70er Jahren von 10'000 auf knapp 2500 zurückgegangen.
Wildschutzexperten beraten nun über ein Schutzprogramm speziell für Raubtiere wie Löwen und Hyänen.
Dabei gelte es, auch die Probleme der viehzüchtenden Nomaden zu berücksichtigen, mahnte KWS-Direktor Julius Kipngetich. «Trotz ihrer geringeren Zahl sind die grossen Raubtiere ein Problem für die Nomaden und Farmer.»
Touristen-Attraktion
Die Löwen würden ausserhalb der Parks gejagt, zudem sei die Zahl ihrer Beutetiere zurückgegangen, sagte KWS-Experte Joseph Edebe. Den Löwen fehle es daher oft an Nahrung.
Gleichzeitig spielten die majestätischen Raubtiere eine wichtige Rolle für den Tourismus. Besucher erwarteten neben Giraffen, Zebras, Elefanten und Nashörner auch Löwen in den kenianischen Nationalparks.
Positiv ist nach Angaben von Kipngetich dagegen die Entwicklung der Elefanten, die jahrelang wegen ihrer kostbaren Elfenbeinstosszähne von Wilderern bedroht wurden. Im Tsavo-Nationalpark, dem grössten Naturschutzgebiet Kenias, wachse die Zahl der Elefanten um rund vier Prozent im Jahr. Derzeit leben etwa 30'000 Dickhäuter in dem Park.
(bert/sda)




