App-Kostenfallen für Kinder

Wütende Eltern verklagen Apple

publiziert: Mittwoch, 18. Apr 2012 / 11:37 Uhr
US-Eltern sind über zu hohe Rechnungen von In-App-Käufen erzürnt.
US-Eltern sind über zu hohe Rechnungen von In-App-Käufen erzürnt.

Los Angeles - Das Geschäft mit Smartphone-Apps hat sich für Apple zu einer regelrechten Goldgrube entwickelt. In den USA hat sich der Konzern nun aber den Zorn mehrerer Eltern zugezogen, die vor einem Gericht im Bundesstaat Kalifornien eine Sammelklage gegen den IT-Riesen eingereicht haben.

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ombudscom
Schlichtungsstelle Kommunikation
ombudscom.ch

Hintergrund der Aufregung sind sogenannte «Bait-Apps», die Apple in seinem App Store anbietet. Hinter den Anwendungen verstecken sich Spiele wie «Smurfs' Village», die nach Ansicht der Kläger darauf abzielen, Kinder und Jugendliche zum Kauf von virtuellen In-App-Gegenständen zu verleiten und so sehr schnell zu Kostenfallen für User werden.

«Dieses Problem ist nicht nur in den USA bekannt, auch bei uns häufen sich die entsprechenden Fälle und Anfragen», stellt Bernhard Jungwirth, Projektkoordinator bei Saferinternet.at, gegenüber pressetext fest. Die Kernproblematik liege darin, dass die In-App-Käufe bei den Anbietern standardmässig eingeschaltet sind. «Um Kostenfallen zu vermeiden, wäre es viel sinnvoller, diese zu deaktivieren. Vielen jüngeren Nutzern ist nicht bewusst, dass hier echte Kosten anfallen», betont Jungwirth. Bei Fragen und Beschwerden sollten sich Betroffene sofort an die Schlichtungsstelle Kommunikation wenden.

Mehrere hundert Dollar

«Unter den vielen tausend Apps, die Apple zum Kauf anbietet, finden sich auch viele Spiele für Kinder und Jugendliche», zitiert der Telegraph aus den entsprechenden Gerichtsakten die Position der Ankläger. Viele der betreffenden Titel seien speziell dafür entwickelt worden, um junge User zum Einkaufen zu verleiten. «Diese Spiele werden oft gratis angeboten, machen bewusst in höchstem Masse abhängig und tendieren dazu, die Kinder zum Kauf von virtueller Spielwährung zu verleiten», so der Vorwurf.

In der Praxis scheint diese fadenscheinige Geschäftsstrategie der App-Entwickler gut aufzugehen. So würden in einigen Fällen für einzelne Transaktionen Summen von bis zu 100 Dollar oder mehr verlangt, schildern die erzürnten Eltern laut Anklageschrift. Einige Eltern berichten sogar davon, dass sie sich innerhalb kurzer Zeit mit App-Store-Rechnungen von mehreren hundert Dollar konfrontiert gesehen haben.

Zu schwacher Passwortschutz

Als Hauptproblem orten die Kläger den zu schwachen Passwortschutz für App-Einkäufe in Apples App Store. Diese sind 15 Minuten nach der ersten Installation auch ohne die neuerliche Eingabe eines Codes uneingeschränkt möglich. «Hier liegt die Hauptgefahr für unbeabsichtigte Einkäufe», resümieren die verärgerten Eltern. «Das 15-minütige Zeitfenster ist tatsächlich ein Problem. Oft kann aber auch ein Passwortschutz die Kinder nicht vor zusätzlichen Kosten schützen, da sie das Codewort ihrer Eltern ohnehin auch kennen», gibt Jungwirth abschliessend zu bedenken.

(bert/pte)

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