YouTube sperrt Sex-Videos für Minderjährige

publiziert: Donnerstag, 4. Dez 2008 / 18:12 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Dez 2008 / 19:22 Uhr

New York - Das Online-Videoportal YouTube hat neue Nutzerrichtlinien in Kraft gesetzt und bedenklichen Inhalten damit den Kampf angesagt.

Werbeeinnahmen im Internet sollen ohne bedenkliche Inhalte angekurbelt werden.
Werbeeinnahmen im Internet sollen ohne bedenkliche Inhalte angekurbelt werden.
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Über anstössige Videos mit erotisch obszönen und suggestiven Bildern soll künftig eine Alterssperre verhängt werden. Minderjährigen Usern wird dadurch der Zugang verwehrt. Verletzt ein Beitrag die neuen Richtlinien, wird er von den Front-Seiten entfernt und als «altersbegrenzt» markiert.

Zugang nur für Erwachsene

Zugang soll ausschliesslich jenen Nutzern gewährt werden, die angeben, über 18 Jahre alt zu sein. Zwar steigern erotische Inhalte Nutzerzahlen und damit Gewinne von webbasierten Unternehmen. Viele Werbetätige verzichten jedoch aus Image-Gründen gänzlich darauf, Werbeschaltungen neben anstössigen Videos zu platzieren. YouTube zufolge stünden die neuen Richtlinien hingegen erst gar nicht mit den Werbe-Ambitionen der Seite in Zusammenhang.

Keine pornografischen Inhalte im Internet

«In Deutschland haben sich Anbieter an den Jugendmedienschutzstaatsvertrag zu halten. Demzufolge dürfen pornografische Inhalte, die etwa Szenen des Kindermissbrauchs zeigen, nicht online verfügbar gemacht werden», erklärt Sebastian Gutknecht, Referent für Jugendschutzrecht der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz der Landesstelle Nordrhein-Westfalen. Im Falle YouTube handle es sich diesbezüglich jedoch um eine rechtliche Grauzone, da nicht das Unternehmen selbst, sondern einzelne User die Videos veröffentlichen.

Anonymität der User

«Gegen Anbieter rechtswidriger Inhalte vorzugehen ist angesichts der Anonymität im Internet ohnehin schwierig. Viel wichtiger als die Frage der Rechtsverfolgung ist vorerst aber das Problem der Machbarkeit von Inhaltskontrollen», meint Gutknecht. Stellen die neuen Richtlinien diesbezüglich einen Fortschritt dar, so sei der Schritt jedenfalls zu begrüssen. «Es liegt in der Verantwortung des Anbieters, die Inhalte zu überprüfen. Die virtuelle Sozialkontrolle erweist sich aber am effektivsten», so der Experte.

Werber wollen nicht mit anstössigem Material in Zusammenhang stehen

Die Werbeerlöse der Videoplattform haben sich entgegen den Erwartungen unzufriedenstellend für den Konzern entwickelt. Während das Geschäft bereits durch User-Werbeschaltungen für einzelne Videos nach Google-AdWords-Vorbild angekurbelt werden sollte, stünden die neu eingeführten Richtlinien laut YouTube-Sprecher Scott Rubin nicht mit den Bemühungen in Verbindung, höhere Umsätze zu generieren. US-Medienberichten zufolge sei es der ohnehin besucherstarken Plattform dadurch jedoch auch möglich, jene Werbetreibende zu locken, die nicht in Zusammenhang mit anstössigem Material gebracht werden wollen.

(sl/pte)

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