Zäch zahlt Paraplegiker-Stiftung 958'000 Franken
publiziert: Freitag, 21. Dez 2007 / 12:54 Uhr

Nottwil - Die Paraplegiker-Stiftung (SPS) zieht einen Schlussstrich unter die Affäre Guido A. Zäch. Zäch musste sich verpflichten, der SPS von ihm veruntreute Gelder von 958 184 Franken zu zahlen, und er scheidet aus allen Organen aus.

Guido A. Zäch übt in der Paraplegiker-Stiftung per sofort keine organischen Funktionen mehr aus.
Guido A. Zäch übt in der Paraplegiker-Stiftung per sofort keine organischen Funktionen mehr aus.
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Der SPS-Stiftungsrat regelte gemäss seiner Mitteilung die Beziehungen zu Zäch neu.

Konkret besagt dies, dass der Übervater und Gründer der Paraplegiker-Gruppe in dieser per sofort keine organischen Funktionen mehr ausübt. Noch im Oktober hiess es, Zäch gebe seine restlichen Funktionen bis Ende 2009 schrittweise ab.

Zäch bleibt einzig Ehrenpräsident der SPS. Zudem betreut er als Angestellter der in Basel ansässigen Gönnervereinigung das Fundraising und bearbeitet Unterstützungsgesuche. Der Vertrag ist vorderhand auf ein Jahr befristet. Die Gruppe könne so weiterhin die Kompetenzen Zächs nutzen, heisst es in der Mitteilung.

Urteil bestätigt

Zäch war von der Basler Justiz wegen mehrfacher Veruntreuung zu 16 Monaten bedingt verurteilt worden. Im März bestätigte das Bundesgericht das Urteil und stellte eine Deliktsumme von rund 1,3 Millionen Franken fest.

Die SPS tat sich schwer mit der Verurteilung und stellte sich hinter den Paraplegiker-Arzt. Nach einer Intervention der Stiftungsaufsicht gab Zäch im April aber seinen Rücktritt als SPS-Präsidenten bekannt.

Im Juni Bezahlte Zäch der SPS eine knappe Million. Es handelte sich um jenen Teil der veruntreuten Summe, welche die SPS betraf. Die Stiftung schickte das Geld wegen internen Abklärungen aber wieder an Zäch zurück.

Bruno Frick will «Problem» lösen

Zächs Nachfolger im SPS-Präsidium, der Schwyzer CVP-Ständerat Bruno Frick, erklärte Anfang Dezember, er wolle das «Problem» bis Ende Jahr lösen. Er machte keinen Hehl daraus, dass Zäch seine Schulden bezahlen muss.

Tatsächlich unterschrieb Zäch nun gemäss Mitteilung eine zivilrechtliche Schuldanerkennung über 958 184 Franken. Er muss diesen Betrag in den nächsten vier Jahren in Raten der SPS zurückerstatten.

(bert/sda)

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