Zahl der Giftmüll-Toten gestiegen

publiziert: Donnerstag, 14. Sep 2006 / 20:33 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Sep 2006 / 20:51 Uhr

Abidjan - Die Zahl der Toten wegen des Giftmüllskandals in der Republik Elfenbeinküste ist auf sieben gestiegen.

Inzwischen wurden acht Verdächtige festgenommen.
Inzwischen wurden acht Verdächtige festgenommen.
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23 Betroffene lägen in Spitälern in der Metropole Abidjan, teilte das ivorische Gesundheitsministerium mit. Mittlerweile hätten sich 26 000 Menschen auf gesundheitliche Schädigungen untersuchen lassen.

Am Mittwoch war noch von 15 000 Untersuchungen wegen Vergiftungserscheinungen und sechs Todesopfern die Rede gewesen. Die Menschen waren nach dem Einatmen giftiger Dämpfe erkrankt und leiden an Atembeschwerden und Nasenbluten.

Bürgergruppen forderten eine umfassende Aufklärung über den Giftmüllskandal. «Die Regierung muss die Bevölkerung in allen Sprachen über das Ausmass der Verschmutzung informieren», sagte der Vorsitzende einer Bürgergruppe im Stadtviertel Akouedo, Fernand Yao.

In Akouedo liegt eine der grössten Müllhalden von Abidjan; das Viertel ist vom heimlich abgeladenen Giftmüll mit am schlimmsten betroffen.

Gift auch in der Lagune und auf Feldern

Die Regierung müsse den Anwohnern ausserdem sagen, ob sie das Gemüse aus der Gegend und den Fisch aus der Lagune noch essen dürften. Nach UNO-Angaben wurde ein Teil des Giftmülls auch in die Lagune und die Anbauflächen abgeleitet.

Ein von der holländischen Firma Trafigura Beheer BV gechartertes Schiff hatte vor gut drei Wochen mehr als 500 000 Liter Raffinerieabfälle im Hafen von Abidjan abgeladen.

Französische Experten für Chemieabfälle in weissen Schutzanzügen und Gasmasken haben die Müllhalde in Akouedo und etwa ein Dutzend weitere untersucht, um herauszufinden, um welche Art von Chemieabfällen es sich handelt.

Festnahmen

Die Verantwortlichen des jüngsten Skandals stehen noch immer nicht fest. Mittlerweile wurden in der westafrikanischen Republik mindestens acht Verdächtige festgenommen, unter anderem der Chef des örtlichen Entsorgungsunternehmen.

Trafigura betont weiter seine Unschuld. Es habe die ivorischen Behörden über die Chemieabfälle informiert und um sachgerechte Entsorgung gebeten. Nach Ansicht von Umweltschützern hat Trafigura jedoch gegen europäisches Recht verstossen, das die Ausfuhr gefährlichen Mülls in Entwicklungsländer verbietet.

(fest/sda)

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