Zahl der Unwetter-Toten in Frankreich steigt auf sieben
publiziert: Donnerstag, 17. Jul 2003 / 10:20 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Jul 2003 / 12:42 Uhr

Bordeaux/Paris - Die schweren Unwetter an Frankreichs Atlantikküste haben ein siebtes Todesopfer gefordert. Ein zweijähriges Mädchen erlag im Spital von Bordeaux seinen schweren Verletzungen.

Nach dem Unwetter. (Archiv)
Nach dem Unwetter. (Archiv)
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Das Mädchen war am Mittwoch auf einem Campingplatz bei Biscarrosse von einem umgestürzten Baum getroffen worden. Ein Sprecher der Präfektur von Bordeaux bestätigte den Tod des Mädchens.

Zu den übrigen sechs ums Leben gekommenen gehören zwei niederländische Feriengäste, die ebenfalls von umstürzenden Bäumen erschlagen worden waren.

Eine Mutter und ihr Sohn starben in einem brennenden Bauernhaus. Wegen des Stromausfalls hatte die Familie Kerzen angezündet. Ein Franzose verunglückte im Hagel mit seinem Motorroller, ein weiterer erlitt durch den Wetterumschwung einen Herzinfarkt.

Der Sturm an der Atlantikküste hatte am Mittwoch Dächer abgedeckt und zahllose Bäume entwurzelt. 9 Menschen wurden schwer und 61 leicht verletzt, berichteten die Behörden in Paris. Mehrere tausend Haushalte sind noch immer ohne Strom.

Schwere Unwetter haben in der Nacht auf Donnerstag auch im Süden und in der Mitte Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet. Ein Mann wurde von einem Blitz getroffen.

Der 32-jährige wurde durch einen Blitzschlag in der Schwarzwald-Gemeinde Sankt Peter lebensgefährlich verletzt. Blitzeinschläge verursachten auch zahlreiche Brände. Allein in Oberbayern entstanden so rund 800 000 Euro (rund 1,2 Mio. Franken) Schaden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

In Hessen wurde eine Gruppe von fünf Fallschirmspringern von einer Windböe überrascht. Die Springer erlitten bei der Landung zum Teil schwere Verletzungen.

Auf regennassen Strassen kam es zu mindestens zwei Unfällen mit zwei Schwerverletzten.

(fest/sda)

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