Zahl der Zivildienst-Gesuche fast verfünffacht

publiziert: Freitag, 14. Mai 2010 / 16:25 Uhr

Bern - Heugabel statt Waffe: Die Abschaffung der Gewissensprüfung beschert dem Zivildienst einen Ansturm. Rund 8760 Männer haben sich seither um Aufnahme beworben, wie Zivildienst-Chef Samuel Werenfels sagte. Ende Jahr steige die Gesamtzahl der Zivildienstler auf 25'000.

Trotz der längeren Dauer ist der Zivildienst attraktiv.
Trotz der längeren Dauer ist der Zivildienst attraktiv.
Für 2010 rechnet Werenfels mit einer «Stabilisierung auf hohem Niveau». Das wären rund 8500 Gesuche, wie er in einem Interview mit der «Basler Zeitung» und der «Mittelland Zeitung» sagte.

Zum Vergleich: Vor der Abschaffung der Gewissensprüfung im April 2009 gingen bei der Vollzugsstelle für den Zivildienst (Zivi) jährlich zwischen 1200 und 2000 Gesuche ein. Im Jahr 2009 verzeichnete die Zivi bereits über 7200 Gesuche.

Der Anstieg stellt den obersten Zivildienstler vor neue Herausforderungen: «Für Zivis ist es je nachdem schwierig, möglichst rasch einen Einsatzort zu finden», sagte Werenfels. Auf dem Papier stünden zwar genügend Einsatzplätze zur Verfügung. Faktisch genügten sie allerdings nur knapp, denn nicht alle Plätze seien ganzjährig verfügbar. Zudem bestünden regionale Unterschiede.

Neue Online-Plattform

Eine neue Online-Plattform soll die Koordinationsprobleme entschärfen. Zudem sucht die Zivi aktiv neue Einsatzbetriebe. Ende März standen den Zivildienstleistenden rund 7100 Einsatzplätze zur Verfügung. Das seien so viele wie noch nie, heisst es auf der Zivi-Internetseite. Dieses Wachstum könne allerdings mit demjenigen bei den Gesuchen nicht Schritt halten.

Damit die tausenden neuer Zivis beschäftigt werden können, kann sich Werenfels eine «inhaltliche Neuorientierung» der Einsatzgebiete vorstellen: «Beim Lauberhornrennen könnten anstelle von Soldaten auch Zivis zum Einsatz kommen.» Auch für Aufräumarbeiten nach Naturkatastrophen kämen seine Männer in Frage. Allerdings als Verstärkung des Militärs, «nicht als Konkurrenz».

(ht/sda)

Ohne Wertung
Ich habe den Militärdienst nie als sehr schlimm empfunden. Klar war es meistens langweilig und klar war das meiste völlig sinnlos. Ich habe es einfach als 3 Wochen Ferien angesehen. Man lernt neue Leute kennen und verbringt viel Zeit mit lesen, schlafen, essen und natürlich kann man sich ohne Grund besaufen. :-)

Wenn jemand Zivildienst leisten will finde ich das super. Die machen wenigstens etwas sinnvolles für die Gesellschaft. Für mich war das nie eine alternative, ganz einfach aus dem Grund, weil für mich der Dienst bei der Armee nie ein Problem war.

Ich finde es blöd man den Zivildienst wieder schwieriger erreichbar zu machen. Die Armee weiss jetzt schon nicht mehr was sie mit den Leuten machen sollen. Also wo ist das Problem?
Kein Wunder
Diese Armee ist ein Auslaufmodel.
Die Meinsten gehen dort hin und wissen nicht für was das ganze gut sein soll. Und die liegt der Hund auch begraben.
Unsere Armee hat keinen (im Moment) brauchbaren Auftrag mehr. Und wer will schon Wochenlang etwas tun, was er nicht braucht?
Ich denke wir hatten in unserer Kindheit schon genug davon. Du gehst in die Schule und je länger Du gehst, wirst Du festellen, dass die ganze PISA-[Zensur] dir im Leben nicht weiterhilft und dass dich die Schule schlecht ausgebildet hat. Sie ist das selbe Auslaufmodell wie die Armee. Beide haben den Wandel der Gesellschaft verpasst.
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