Zahl der getöteten Bergleute auf 106 gestiegen

publiziert: Dienstag, 20. Mrz 2007 / 14:05 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Mrz 2007 / 17:43 Uhr

Moskau - Nach der schweren Grubengasexplosion in Sibirien haben Rettungskräfte die Leichen von mehr als 100 Bergleuten geborgen. Die Einsatzleitung hatte wenig Hoffnung, die noch vermissten Arbeiter lebend zu finden.

Das Schicksal von 13 Arbeitern ist ungewiss.
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Das Unglück in der Mine Uljanowskaja, die zu den modernsten russischen Bergwerken zählt, war das schwerste seit dem Zerfall der Sowjetunion. Von den insgesamt 203 Bergleuten, die sich zum Zeitpunkt der Explosion unter Tage aufhielten, überlebten 93.

Die genaue Zahl der geborgenen Toten variierte im Tagesverlauf zwischen 104 und 106. Von den weiterhin vermissten vier oder sechs Bergleuten fehlte jedes Lebenszeichen.

In dem erst 2002 in Betrieb genommenen Bergwerk hatte sich am Montag in knapp 300 Metern Tiefe eine gewaltige Methangas-Explosion ereignet. Die Sprengkraft war so hoch, dass selbst Arbeiter in 300 Metern Entfernung noch Gehirnerschütterungen und Knochenbrüche erlitten.

Präsident Wladimir Putin forderte in Moskau die Regierung auf, die Ursachen für die Tragödie im Kohlerevier Kusbass «äusserst genau» zu untersuchen. Den Hinterbliebenen wurden Entschädigungen von bis zu zwei Millionen Rubel (knapp 93 000 Franken) für jeden getöteten Bergmann versprochen.

Suche nach der Ursache

Eine Untersuchungskommission nannte als mögliche Ursache Gesteinsverschiebungen oder Fehler beim Vorantreiben des Stollens. In der Region wurde eine dreitägige Trauer angeordnet.

Das Grubenunglück bei der Stadt Nowokusnezk, 3200 Kilometer östlich von Moskau, war die schwerste Bergbaukatastrophe auf dem Gebiet Russlands seit mindestens 40 Jahren.

Die Grube Uljanowskaja gehört zum Firmenimperium des Oligarchen Roman Abramowitsch, dem Eigentümer des Fussballclubs Chelsea London.

(smw/sda)

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