Zahlreiche Absagen für Eiskunstlauf-WM
publiziert: Freitag, 15. Mrz 2002 / 15:38 Uhr

Nagano - Verletzungen, Krankheit, schiere Unlust oder die Teilnahme an einträglichen Shows haben die Teilnehmerfehler der WM in Nagano dezimiert. Mit Alexej Jagudin ist kommende Woche in Japan nur ein Olympiasieger und mit Michelle Kwan eine einzige Titelverteidigerin dabei.

Das Schweizer Team, das sich auf Grund der (erwarteten) Absagen einiges ausgerechnet hatte, ist auf Stéphane Lambiel zusammengeschrumpft. Sarah Meier muss wegen Rückenproblemen verzichten, und Eistänzerin Eliane Hugentobler leidet unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber.

Für Lambiel, den EM-Vierten und 15. der Olympischen Spiele, geht es beim WM-Debüt wiederum um eine Platzierung zwischen 10 und 15. Dass er vom Publikum im «M-Wave», der olympischen Eisschnellauf- Arena von 1998, gefeiert wird, steht indes ausser Zweifel. Der bald 17-Jährige hat vor zweieinhalb Jahren bei seinem ersten Wettkampf in Nagano eine grosse Fangemeinde gewonnen, die sich seitdem in vielen Zuschriften und mehreren japanischen Lambiel-Websites manifestiert.

Mit sechs Medaillengewinnern von Salt Lake City und nur fünf Teilnehmern aus den WM-Podesträngen 2001 haben die diesjährigen Titelkämpfe wie üblich in Olympiawintern einiges an Glanz eingebüsst. Anderseits sind die möglichen Nachrücker fast vollzählig vertreten. Insbesondere der Frauenkonkurrenz tut das Fehlen der überraschenden Olympiasiegerin Sarah Hughes (USA), die angeblich wegen Terminstress nicht mehr zum Trainieren kam, wenig Abbruch. Vorjahressiegerin Michelle Kwan (USA), die ihr fünftes WM- Gold anstrebt, hat mit der Olympiazweiten Jirina Slutskaja (Russ) und der Europameisterin Maria Butyrskaja (Russ) nach wie vor zwei sehr starke Gegnerinnen zu bezwingen.

Bei den Männern geht es für den Russen Alexej Jagudin um den vierten WM-Titel nach 1998, 1999 und 2000. In Abwesenheit seines Landsmanns Jewgeni Pluschenko (Knieprobleme) dürfte ihm die dritte Goldmedaille dieses Winters nach EM und Olympia kaum zu nehmen sein. Dass diesmal auch der ins Profilager übergetretene Elvis Stojko (Ka) und Todd Eldredge (USA/Weltmeister 1996) fehlen, verringert die Qualität des Feldes jedoch kaum.

Etwas weniger gut besetzt sind die Wettkämpfe der Paarläufer und der Eistänzer. Da die ex-aequo-Olympiasieger Bereschnaja/Sikarulidse (Russ) und Salé/Pelletier (Ka) nicht nach Japan reisen, haben die Olympiadritten Shen Xue/Zhao Hongbo gute Chancen, den ersten Paarlauf-Titel nach China zu holen. Im Eistanz sind alle Türen offen für das russische (Ehe-)Paar Jirina Lobatschewa/Ilja Awerbuch. Die EM-Dritten von Lausanne, die nach viermal Bronze in Salt Lake City erstmals Silber gewannen, dürften für die fehlenden Olympiasieger Marina Anissina/Gwendal Peizerat (Fr) nachrücken. Die Kanadier Shae-Lynn Bourne/Victor Kraatz, die von 1996 bis 1999 viermal WM-Bronze errangen und ebenso oft als Vierte eine Medaille knapp verpassten, möchten die Gunst der Stunde ebenfalls nutzen. Falls sie dabei knapp scheitern, ist ein weiteres Wertungs-Getöse vorprogrammiert.

Die von Montag bis Samstag dauernde WM mit 128 Einzelläufern und Paaren könnte auf regeltechnischer Ebene zur Derniere werden. Der Weltverband ISU hatte bereits in Salt Lake City mögliche Reformen angekündigt, so dass vielleicht zum letzten Mal Preisrichter Noten bis 6,0 vergeben und deren Präsentation auf der Resultattafel die emotionsgeladenen Bilder vom «Kiss-and-Cry-Corner» auslösen. Bereits am nächsten ISU-Kongress (3. bis 7. Juni) will Präsident Ottavio Cinquanta ein neues Wertungssystem vorlegen.

(kil/sda)

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