Zahntechniker warnen vor SARS-Ansteckung durch Zahnersatz

publiziert: Donnerstag, 8. Mai 2003 / 08:58 Uhr

Osnabrück - Deutsche Zahntechniker warnen vor einer möglichen Ansteckung mit der Lungenkrankheit SARS durch Zahnersatz, der aus Asien importiert wurde.

Bei Implantaten aus Asien muss man vorsichtig sein.
Bei Implantaten aus Asien muss man vorsichtig sein.
Der Präsident der Zahntechniker-Innungen, Lutz Wolf, sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, nach seiner Kenntnis seien bei dem Zahnersatz aus China keinerlei Prüfungen auf eine mögliche Infizierung mit dem SARS-Virus vorgeschrieben.

Dies sei umso bedenklicher, als es inzwischen ernst zu nehmende Erkenntnisse gebe, dass das Virus nicht nur von Mensch zu Mensch übertragen werden könne und über erhebliche Widerstandsfähigkeit verfüge.

Damit bestehe die theoretische Möglichkeit, dass Patienten die Lungenseuche über Zahnersatz aus SARS-gefährdeten Staaten sozusagen direkt implantiert werde.

Weder Patienten noch Zahnärzte könnten bei importiertem Zahnersatz die genaue Herkunft identifizieren, sagte Wolf. Inzwischen würden etwa 50 deutsche Handelsgesellschaften Zahnersatz aus China importieren, die untereinander vernetzt sind.

Der Chef der Zahntechniker-Innungen forderte das Gesundheitsministerium auf, eine Untersuchung des gesamten importierten Zahnersatzes auf den SARS-Virus und eine verpflichtende, ausreichende Desinfizierung anzuordnen.

Die rasche Ausbreitung der Lungenkrankheit in Peking ist nach Einschätzung eines Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum grossen Teil auf die schlechte Vorbereitung in den Spitälern zurückzuführen.

Ausserdem seien bei Untersuchungen und Vorsorge mangelnde Vorbereitungen getroffen worden, sagte der WHO-Virologe James Maguire. Wegen zu geringer Kapazitäten zur Aufnahme von Patienten steige zudem das Infektionsrisiko. Allein in Peking starben bislang 110 Menschen an SARS.

(bsk/sda)

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