Zehn Tote bei Anschlag in schiitischer Moschee in Karachi

publiziert: Freitag, 7. Mai 2004 / 14:39 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Mai 2004 / 14:55 Uhr

Karachi - Ein Selbstmordattentäter hat in einer voll besetzten Moschee der südpakistanischen Hafenstadt Karachi ein Blutbad angerichtet. Dabei riss er mindestens zehn Menschen in den Tod.

Über 50 Verletzte beim Anschlag. Bild: Der Empress Markt in Karachi/Pakistan.
Über 50 Verletzte beim Anschlag. Bild: Der Empress Markt in Karachi/Pakistan.
Wie Behördenvertreter mitteilten, sprengte sich der Attentäter in einer schiitischen Moschee in die Luft, als sich dort etwa hundert Gläubige zum Freitagsgebet versammelt hatten. Rund 50 Menschen wurden demnach zum Teil schwer verletzt; Von ihnen befanden sich nach Angaben von Spitalärzten rund 25 in kritischem Zustand.

Die Explosion ereignete sich innerhalb der Moschee während des Freitagsgebets, berichtete ein Augenzeuge. Die Spitäler der Stadt riefen zu Blutspenden für die Verletzten auf, von denen viele schwerste Verbrennungen erlitten haben.

Selbstmordanschlag

Ein Berater der Provinzregierung sagte einem privaten TV-Sender, er könne vorausgegangene Berichte bestätigen, wonach es sich um einen Selbstmordanschlag handelte. Die Explosion zerstörte einen Teil des Daches der Moschee sowie einige Fenster, wie Augenzeugen berichteten.

Nach dem Anschlag kam es Ausschreitungen schiitischer Jungendlicher. Sie bewarfen Polizeifahrzeuge mit Steinen und skandierten Parolen gegen die Regierung und die USA. Die Polizei riegelte den Anschlagsort ab.

Schiitische Gemeinde

Die Moschee in der Nähe einer Islamschule gehörte nach Angaben der Polizei einer schiitische Moslem-Gemeinde. Augenzeugen berichteten, wie sich schiitische und sunnitische Gläubige am Tatort gemeinsam um die Verletzten kümmerten.

Seit Anfang der 90er Jahre wurden in Pakistan bei religiös motivierten Gewalttaten zwischen Anhängern der beiden Richtungen des Islam mehrere tausend Menschen getötet. Etwa zehn Prozent der 140 Millionen Pakistaner zählen zur schiitischen Richtung des Islam, fast 90 Prozent zur sunnitischen.

(fest/sda)

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