Ägypten
Zehntausende bekunden in Kairo Unterstützung für Präsident Mursi
publiziert: Freitag, 21. Jun 2013 / 18:55 Uhr
Vor dem ersten Jahrestag des Amtsantritts des  Präsidenten steigt die revolutionäre Fieberkurve in Ägypten. (Archivbild)
Vor dem ersten Jahrestag des Amtsantritts des Präsidenten steigt die revolutionäre Fieberkurve in Ägypten. (Archivbild)

Kairo/Luxor - Vor dem ersten Jahrestag des Amtsantritts des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi steigt die revolutionäre Fieberkurve in Ägypten. Am Freitag gingen in Kairo mehr als 7000 Islamisten auf die Strasse, um ihre Solidarität mit Mursi zu bekunden.

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In Alexandria bewarfen Anhänger und Gegner der regierenden Muslimbruderschaft einander mit Steinen. Die Teilnehmer der Kundgebung der Islamisten vor der Kairoer Rabia-al-Adawija-Moschee riefen: «Das Volk will die Säuberung der Justiz» und «Das Volk will die Säuberung der Medien».

Augenzeugen beobachteten, wie Teilnehmer der Kundgebung die Kameras von zwei Fernsehteams zerstörten. Auf einem Plakat der Islamisten wurde eine für den 30. Juni geplante Protestaktion der Opposition als «Konterrevolution» bezeichnet.

Ein führendes Mitglied der islamistischen Partei für Aufbau und Entwicklung sagte der arabischen Zeitung «Al-Sharq al-Awsat» (Freitag), zahlreiche Islamisten wollten am 28. Juni ihr Lager vor dem Präsidentenpalast aufschlagen, «um die Rechtmässigkeit zu verteidigen».

Proteste für 30. Juni geplant

Die oppositionelle «Rebellion»-Bewegung hat für den Jahrestag der Vereidigung Mursis am 30. Juni landesweite Proteste angekündigt. Sie hat nach eigenen Angaben mehr als 15 Millionen Unterschriften von Bürgern gesammelt, die den Rücktritt des islamistischen Präsidenten und vorgezogene Neuwahlen fordern. Die Muslimbruderschaft, in deren Namen Mursi 2012 kandidiert hatte, lehnt dies ab.

Im Streit um den radikalen Islamisten, der von Mursi vergangene Woche zum Gouverneur der südlichen Tempelstadt Luxor ernannt worden war, deutet sich derweil ein Kompromiss an. Aus Islamisten-Kreisen hiess es, die Gouverneure von Luxor und Kena könnten ihre Posten tauschen.

Tourismus-Unternehmer in Luxor hatten erklärt, ein Mitglied der früheren Terrororganisation Gamaa Islamija dürfe nicht Gouverneur einer für den Tourismus wichtigen Provinz sein.

 

(tafi/sda)

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