Zigtausende US-Veteranen leiden an Golfkriegssyndrom

publiziert: Dienstag, 18. Nov 2008 / 20:56 Uhr

Washington - Zigtausende Veteranen der US-Streitkräfte leiden unter Beschwerden, die auf den Golfkrieg von 1990 und 1991 zurückgehen sollen. Dies geht aus einem Bericht hervor.

175'000 Soldaten, die Bush Senior nach Kuwait geschickt hatte, leiden unter Beschwerden.
175'000 Soldaten, die Bush Senior nach Kuwait geschickt hatte, leiden unter Beschwerden.
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Dass sie damals in Kuwait und im Irak giftigen chemischen Substanzen ausgesetzt waren und bestimmte Medikamente nehmen mussten, wirke sich heute etwa in Kopfschmerzen und Atembeschwerden aus, stellt der Bericht fest.

Er wurde von einem Komitee aus Veteranen und Wissenschaftlern auf Verlangen des US-Kongresses erstellt und ist das bisher umfassendste Dokument über das Golfkriegssyndrom.

Die Beschwerden

Das Syndrom äussert sich dem Bericht zufolge in anhaltenden Kopfschmerzen, Konzentrations- und Erinnerungsschwierigkeiten, Müdigkeit und diffusen Schmerzen, teils auch in Atmungs- und Verdauungsproblemen sowie Hautirritationen.

Die Autoren führen die Beschwerden darauf zurück, dass die Soldaten während des Krieges giftigen chemischen Substanzen ausgesetzt gewesen seien, darunter Pestiziden, die insbesondere gegen Sandfliegen verwandt wurden.

Medikamente mit Nebenwirkungen

Zudem soll ein Medikament, das die Soldaten gegen Nervengase schützen sollte, negative Spätfolgen auslösen. «Das Golfkriegssyndrom ist eine Tatsache, es ist die Folge davon, dass die Veteranen neurotoxischen Substanzen ausgesetzt waren», heisst es in dem Bericht.

Betroffen seien mehr als ein Viertel der 700'000 US-Soldaten, die in den Jahren 1990 und 1991 in einer internationalen Koalition Kuwait von irakischer Besatzung befreiten und die irakische Armee zurückdrängten.

(fest/sda)

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