Zürcher Informatiker von Internetkriminellen diffamiert

publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 13:14 Uhr

Zürich - Internetkriminelle aus Osteuropa haben am Dienstag den Namen eines Informatikers aus dem Kanton Zürich missbraucht. Sie verschickten hunderttausende Spam-Mails, in denen der Mann seinen Selbstmord ankündigte und Todesdrohungen aussprach.

Die osteuropäischen Online-Kriminellen setzten sich zur Wehr.
Die osteuropäischen Online-Kriminellen setzten sich zur Wehr.
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Bei den gefälschten Mails handelte es sich offensichtlich um eine gezielte Vergeltungsmassnahme, wie Marc Henauer von der Eidgenössischen Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) zu Berichten von «Tages-Anzeiger» und «20 Minuten» vom Mittwoch sagte.

Als Folge des Massenversands waren gestern hunderte von Anfragen bei der Kantonspolizei Zürich eingegangen.

Unbequemer Blogger

Der in Wallisellen ZH wohnhafte junge Informatiker berichtete seit Jahresbeginn in einem Blog über aktuelle Gefahren im Internet und warnte vor Spam- und virenverseuchten Mails.

Unter anderem informierte er über gefälschte Mails internationaler Unternehmen, die eine Trojaner-Software enthielten. Auf diesem Weg hatten offenbar osteuropäische Banden wiederholt versucht, an die Online-Bank-Zugangsdaten der Adressaten zu gelangen.

Dass er nun persönlich zur Zielscheibe geworden ist, habe mit seinem Blog zu tun, erklärte der Betroffene auf Anfrage. Persönliche Drohungen habe er bislang aber nicht erhalten.

Internetanschluss wird attackiert

Allerdings werde sein privater Internetanschluss seit Dienstagmittag attackiert, mit dem Ziel, die Verbindung durch künstlich erzeugte Überlastung unbrauchbar zu machen. Gegen den Massenversand hat er bei der Kantonspolizei Zürich Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Dass in Spam-Mails die Namen lebender Personen genannt werden, sei zwar nicht neu, sagte Henauer. Eine derartige Vergeltungsmassnahme sei allerdings in der Schweiz einzigartig. Bislang sei es den Kriminellen immer nur darum gegangen, schädliche Mails unter die Leute zu bringen.

(fest/sda)

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