Zürcher Kantonsrat gegen Schlachttiertransporte
publiziert: Montag, 3. Nov 2008 / 11:02 Uhr

Zürich - Der Zürcher Kantonsrat will, dass Transporte von EU-Schlachttieren auf Schweizer Strassen verboten bleiben. Er hat mit 161 zu 0 Stimmen beschlossen, beim Bund eine entsprechende Standesinitiative einzureichen.

Sind Schlachttiertransporte durch die Schweiz Tierquälerei?
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Eine von Tierschutzorganisationen lancierte kantonale Volksinitiative zur Einreichung einer Standesinitiative gegen EU-Schlachttiertransporte durch die Schweiz war vor einem Jahr mit 13'000 Unterschriften eingereicht worden. Der Bundesrat solle bestärkt werden, dem Drängen der EU zur Abschaffung des Verbots nicht nachzugeben.

Das Ja des Kantonsrats zur Volksinitiative bedeutet, dass die Standesinitative eingereicht wird und keine Volksabstimmung nötig ist. Auch in mehreren anderen Kantonen sind entsprechende Vorstösse eingereicht - teilweise von Kantonsparlamenten bereits gutgeheissen - worden. Aber auch im Bundesparlament ist das Thema bereits auf der Traktandenliste.

EU macht Druck

Bisher untersagt die Tierschutzverordnung den Strassentransit von Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen durch die Schweiz. Im Rahmen eines neuen Landwirtschaftsabkommens habe die EU den Bundesrat unter Druck gesetzt, das Transitverbot zu streichen, heisst es in der Begründung der Volksinitiative.

Die Schweiz würde sich gemäss den Initianten mitschuldig machen an grausamen Tierquälereien auf Europas Strassen. Es drohe aber auch die Gefahr des Einschleppens von Tierseuchen.

Dem «Schlachttiertourismus» müsse energisch entgegengetreten werden, sagte eine SP-Sprecherin. Ziel müsse es sein, die Tiere in der Nähe ihres Herkunftsortes zu schlachten und zu verkaufen, fügte eine Sprecherin der Grünen an. Es gehe um Tier- und Umweltschutz.

(tri/sda)

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