Zürcher Schläger müssen mit 10 Jahren Gefängnis rechnen

publiziert: Freitag, 6. Nov 2009 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Nov 2009 / 10:01 Uhr

München/Zürich - Die drei Jugendlichen aus dem Kanton Zürich, die Ende Juni in München fünf Menschen zusammengeschlagen haben, müssen sich wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Ihnen drohen lange Freiheitsstrafen.

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Spricht die Jugendstrafkammer des Landgerichts München die drei im Sinne der Anklage schuldig, so müssen sie mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren rechnen.

Das ist weit mehr, als das Schweizer Strafrecht für jugendliche Delinquenten als Maximalstrafe vorsieht.

Strafantrag noch unbekannt

Wie der Strafantrag des Anklägers lautet, ist noch nicht bekannt. Bei der Münchner Staatsanwaltschaft war niemand für eine Auskunft erreichbar.

Der Prozesstermin ist noch offen, wie ein Sprecher der Justizbehörden gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Die Jugendlichen werden vor derselben Strafkammer stehen, die im Juli 2008 die beiden so genannten «U-Bahn-Schäger» verurteilte, welche einen Rentner aus nichtigem Grund halbtot geprügelt hatten. Der 18-Jährige kassierte damals achteinhalb Jahre, der 21-Jährige 12 Jahre.

Brutale Gewalt

Die drei zur Tatzeit 16-jährigen Schweizer waren mit ihrer Klasse der Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht ZH nach München gereist. An einem Abend zogen sie durch die Strassen der Innenstadt und schlugen grundlos fünf Personen zusammen.

Zuerst fielen sie in einem Park über drei Arbeitslose her - einer davon war behindert. Kurz darauf attackierten sie einen Geschäftsmann aus Norddeutschland, der schwere Gesichtsverletzungen erlitt. Und zum Schluss verprügelten sie auch noch einen Studenten, der zufällig ihren Weg kreuzte. Das Trio wurde noch am Tatabend festgenommen und sitzt seither in Haft.

(sl/sda)

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Ich denke, dass es sowieso immer ein Geheimnis bleiben wird, ...
... warum junge Schläger derart irre auf völlig Fremde Menschen einschlagen, manchmal schon nur, wenn jemand schon nur etwas zu lange sie anschaut und mustert ...

Die Ursache KANN die Familiensituation sein, muss es aber nicht .... Es kann aber auch ein Schlüsselerlebnis sein, das derart tief einfährt, dass diese jungen Leute von da an andere Wege gehen, als es der Famile lieb ist ...

Steuern kann dies kaum jemand, die Eltern sowieso nicht, wenn dieses "Fremdgehen", fremdbeeinflusst werden eingesetzt hat. Da wäre eine intakte Gesellschaft gefragt, die sich vehement gegen solche quasi "Entartungstenzen" zur Wehr setzen könnte, würde - als deutlich reklamierende, SOLIDARISCHE Einheit - und nicht, wie heute, als Wegschauende, quasi Fliehende!
Nein Victor
Ich bin ja auch nicht gerade der, der sich für Samthandschuhe einsetzt. Aber bei Tätern in einem Alter in dem sie sich ihrer Taten klar bewusst sein müssen und nicht unter EFFEKTIVER verminderter, psychologischer Zurechnungsfähigkeit handeln.

Aber "Sippenhaft" ist dann wirklich zu viel. Ich bin mir sicher dass sich diese Eltern genügend Vorwürfe machen, immer darunter leiden werden und zudem noch ein Familienmitglied im Gefängnis haben. Ganz zu Schweigen von dem, was aus dem sozialen Umfeld und der Gesellschaft noch auf sie zukommt. Dies alles zu verkraften und damit zu leben ist schon Strafe genug.
Es wird sich dereinst zeigen..
..ob diese feigen und brutalen Typen nach Verbüssung ihrer Strafen etwas daraus gelernt haben. Schade, dass nicht auch ihre Eltern zur Rechenschaft gezogen werden - können. Denn in ihren Familien lag doch bestimmt einiges schief in Sachen Erziehung und Wertvermittlung.
.
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