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Thema: Die Mittäterschaft namens Aufmerksamkeit

Gruss an die Glatzen
Leider schafft es die SVP immer und immer wieder, mit Provokationen das mediale Scheinwerferlicht auf sich zu ziehen. Jüngstes Beispiel: Die Integration des Neonazicodes „88“ in das Wahlkampfvideo „Welcome to SVP“, das eben veröffentlicht wurde. Für die, die das nicht wissen: Der achte Buchstabe im Alphabet ist H, „88“ steht für „Heil Hitler“.

Die Zielgruppe des Videos ist klar: die Jungen. Eindrücklich, wie viel Schabernack die SVP-Bosse mitzumachen bereit sind, wenn es darum geht, die politisch noch unerfahrene Jungwählerschaft einzufangen. Blocher hüpft in der Badehose in seinen Pool, Köppel liest auf der Toilette die WOZ, Mörgeli staubt ein Skelett ab und so weiter.

Es wäre einfach eine weitere Episode im Gagawahlkampf, in dem – wie Regula Stämpfli schreibt – eine Debatte über äusserst wichtige Themen ausserhalb der SVP-Agenda nicht zustande kommt. Aber dieses Video ist nicht einfach eine Episode. Da wird bewusst das unter Neonazis gebräuchliche Symbol für „Heil Hitler“ eingebaut, um dem äussersten rechten Rand zu signalisieren: „Wir verstehen uns, ja?“

Zu glauben, die Wahl dieses Shirts, das die junge Frau trägt, sei Zufall, wäre naiv. An einem so professionell gemachten Video ist überhaupt nichts Zufall. Und zu glauben, die Macher hätten nicht gewusst, was „88“ für die Glatzen bedeutet, ist ebenfalls ausgeschlossen.

Und das nota bene unter Mitwirkung eines Bundesrats.

Wäre es nun richtig, diese Ungeheuerlichkeit zu ignorieren? Sollten die Medien darüber schweigen und sich den zweifellos dringenden Fragen widmen, die Regula Stämpfli vorschlägt? Obwohl es der SVP schon wieder viel Publizität einbringt, denke ich, in diesem Falle müssen die Medien diese Tatsache unbedingt laut und deutlich ins öffentliche Bewusstsein befördern: Die SVP inklusive Bundesrat betreibt vorsätzlich Wahlkampf mit Neonazisymbolik!

* Das Video:
https://www.youtube.com/watch?v=ysYg6sWD8B4
Ihr Kommentar zum Beitrag von LinusLuchs:
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4 Kommentare
· Gruss an die Glatzen
· Um so erstaunlicher ist,
· oje...
· Das alles haben die Urschweizer
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