iPods verursachen Kriminalitätswelle
publiziert: Donnerstag, 6. Mrz 2008 / 21:47 Uhr

Washington - iPods und andere mobile Geräte sind die Ursache für gesteigerte Kriminalitätsraten in den USA. Diese These vertreten zumindest Forscher des Urban Institute in Washington, die davon ausgehen, dass ein Zusammenhang zwischen der Popularität von iPods und gesteigerten Kriminalitätsraten in den Jahren 2005 und 2006 besteht.

iPods und andere mobile Geräte könnten die Ursache für gesteigerte Kriminalitätsraten in den USA sein.
iPods und andere mobile Geräte könnten die Ursache für gesteigerte Kriminalitätsraten in den USA sein.
Während sich in den USA die Kriminalfälle seit 1991 rückläufig entwickelten, gab es 2005 und 2006 wieder eine deutliche Zunahme. Genau in diesen Jahren gelang auch dem iPod der Durchbruch in den Mainstream.

FBI-Statistiken belegen, dass die Zahl der Raubüberfälle zwischen den Jahren 2004 und 2005 von 137 auf 141 pro 100'000 Einwohner nach oben kletterte. 2006 waren es dann mit 149 Überfällen noch einmal deutlich mehr.

Der Anstieg der Raubdelikte wirkte sich damit auch auf die allgemeinen Kriminalitätsraten aus und liess diese trotz Rückgang anderer Vergehen ansteigen. Im gleichen Zeitraum nahmen auch die iPod-Verkäufe deutlich zu. Während Ende 2004 erst rund fünf Mio. Geräte in Umlauf waren, lagen die Verkäufe 2006 bereits bei knapp 90 Mio. - für die Forscher Anlass, eine Verbindung zwischen der Kriminalität und den mobilen Geräten herzustellen.

Nicht im Detail aufgeschlüsselt

Hierzulande begegnen die Behörden dieser These eher vorsichtig. «Für Deutschland gibt es bislang keine derartigen Erhebungen. Es wird unsererseits auch nicht im Detail aufgeschlüsselt, wie viele Diebstähle explizit auf mobile Geräte und Handys zurückzuführen sind», erklärt Anke Spriestersbach, Sprecherin des deutschen Bundeskriminalamts.

Die Statistiker würden zwar mögliche Steigerungen beispielsweise in Bezug auf Autoeinbrüche nicht ausschliessen, konkrete Zahlen dazu gebe es aber nicht. «Eine Aufschlüsselung in diesem Bereich ist auch künftig nicht geplant, da die eingehenden Meldungen eine solche bisher nicht erfordern», fügt Spriestersbach hinzu.

Plausible Ansätze gibt es

Plausible Ansätze, die der These der US-Forscher recht geben könnten, gibt es dennoch. So gelten insbesondere iPods als wertvolle Beute und sind leicht wieder zu verkaufen.

Laut der Untersuchung am Urban Institute handelt es sich bei den iPod-Dieben vorwiegend um junge Menschen, die mit der Popkultur vertraut sind und die Musikplayer teilweise für sich selbst behalten. Auch diese Annahmen wird von den Kriminalstatistiken gestützt - in den betreffenden Jahren nahm insbesondere die Jugendkriminalität in den USA zu.

Darüber hinaus sind viele Menschen, die mit Musik in den Ohren auf die Strasse gehen, auch stärker abgelenkt. Sie nehmen ihre Umwelt weniger wahr und werden daher leichter Opfer von Überfällen.

(smw/pte)

...und an Vollmond kommen mehr Babies zur Welt
Das ist mit Abstand einer der dümmsten statistischen Fehler, den man sich leisten kann. Die Kausalität iPods - (Kriminalität / Bevölkerungsmenge) muss überhaupt nicht im Zusammenhang stehen. Man bedenke die Unmengen lurking variables (schlummernde Variablen, die allesamt nicht einbezogen wurden) die bestehen.Ein schönes Beispiel aus meiner Federhand (frei erfunden): Seit die neuen Kaugummis der Sorte Wrigleys extra mint derart populär geworden sind, ist die Kriminalitätsrate in der Schweiz enorm gestiegen. Forscher gehen davon aus, das durch die zunehmende Popularität von Kaugummis die Hemmschwelle zum Diebstahl enorm gesunken ist. Schliesslich sind Wrigleys starke Statussymbole und haben deshalb einen markanten Einfluss auf unser sozialpsychologisches Verhalten innerhalb der Gesellschaft, so Prof. Pepermint von der university of wrigli.
 
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