10 Mrd. Downloads

iTunes: Apps überholen Musik

publiziert: Montag, 17. Jan 2011 / 12:15 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Jan 2011 / 14:23 Uhr
Software-Downloads übertrumpfen Musik im Apple Store.
Software-Downloads übertrumpfen Musik im Apple Store.

Helsinki - Apples App Store wird diesen Monat die Marke von zehn Mrd. Downloads auf iPhone, iPad und iPod Touch knacken. Ein weiterer grosser Erfolg steht den kleinen Programmen im März bevor, schätzt Horace Dediu, Gründer des Entwicklerstudios und Analysehauses Asymco. Dann wird die Zahl an App-Dowloads auf iTunes jene von Musik-Titeln übertreffen.

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Wie beliebt Apps auf iPhone und Co heute sind, untermauert dabei ein historischer Vergleich. Gab es noch Ende 2008 nur etwa zehn Downloads pro iOS-Geräte, ist diese Zahl mittlerweile auf über 60 gestiegen. Für Apple positiv ist, dass damit eine sehr hohe Kundenbindung einher geht - für die Konsumenten selbst kann genau das aber reichlich teuer werden, warnt Dediu.

Rasantes Wachstum

Dediu stellt im Vergleich App- und Musik-Store auf iTunes gegenüber. Das zeigt, wie schnell die Software-Downloads zum grossen Erfolg geworden sind. Sie werden nach nur 31 Monaten die Zehn-Milliarden-Marke erreichen, also mehr als doppelt so schnell wie Musiktitel. Wie der Analyst betont, steigt dabei nicht nur die Downloadrate, sondern auch deren Wachstumsrate. Obwohl iTunes-Musik derzeit bereits bei etwa zwölf Mrd. Downloads liegt, werden Apps daher bald zum Publikumsrenner Nummer eins. Dediu schätzt, dass im März die Wachablöse erfolgt. Ferner seien Apps dabei, den PC-Softwaremarkt zu überholen.

Selbst unter der Annahme, dass jedes je verkaufte iPhone noch genutzt wird, gab es bereits mehr als 60 App-Downloads pro iOS-Gerät. Tatsächlich dürfte der Wert für aktuelle Modelle oder das iPad also noch etwas höher liegen. «Die Enduser-Investitionen in Apps ist noch grösser als die Kundeninvestitionen in Musik», meint Dediu. Waren Nutzer schon beim iPod durch Songdownloads stark an ihre Apple-Geräte gebunden, wird dieser Effekt also noch stärker. «Mit der wachsenden Zahl an Apps, die zu einem Gerät gehören, schaffen Apps auch immer höhere Umstiegskosten für User», warnt der Analyst.

(dyn/pte)

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