Chilenen feiern Durchbruch zu Verschütteten
Santiago de Chile - Der Bohrdurchbruch zu den 33 verschütteten Bergleuten pünktlich zu den 200-Jahrfeiern der Unabhängigkeit hat Chile in einen Freudentaumel versetzt. Gemeinsam mit ihren Landsleuten sangen die in einer kleinen Mine verschütteten Kumpel am Samstag die Nationalhymne.
Um die Bergleute bergen zu können, muss der Bohrschacht aber noch auf einen Durchmesser von 70 Zentimetern erweitert werden. Der Leiter der Bergungsarbeiten, Andre Sougarret, veranschlagt dafür «einen bis anderthalb» Monate.
Staatschef zu Besuch
Um kein Risiko einzugehen, halten die Bergungskräfte zudem an zwei weiteren Bohrungen fest, darunter mit einem Bohrer, der normalerweise bei der Ölförderung eingesetzt wird.
Präsident Sebastian Piñera besuchte am Sonntag die Gold- und Kupfermine San José am Rand von Copiapo, etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago. Dort sind die Kumpel seit dem 5. August verschüttet.
«Wir wissen nicht, welches der insgesamt drei Bohrgeräte als erstes (mit einem Rettungsschacht) fertig sein wird, aber wir wissen eins: dass sie mit Gottes Hilfe Erfolg haben werden», sagte der Staatschef bei dem Besuch aus Anlass der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Chiles von Spanien.
(bang/sda)




