Doris Leuthard kandidiert für Bundesratssitz
Bern - Doris Leuthard kandidiert für den frei werdenden Sitz im Bundesrat.
Leuthard bat die Medien eindringlich, ihre Privatsphäre und die ihres Umfeldes künftig besser zu respektieren. Einen Helikopter über ihrem Haus möchte sie nicht mehr sehen. Auch möchte sie ihren 81- jährigen Vater nicht mehr in Tränen aufgelöst antreffen. Man könne auf ihr als Person «herumhacken», nicht aber ihr Umfeld miteinbeziehen.
Als sie vor rund zwei Jahren das Parteipräsidium übernommen habe, habe sie nicht damit gerechnet, je in diese Lage zu kommen, sagte die Aargauer Nationalrätin und Anwältin weiter. Sie habe vorerst einfach innerhalb der Partei ihre Arbeit gemacht.
Dass sie bei der Wahl in die Landesregierung möglicherweise das Verteidigungsdepartement übernehmen muss, stört Leuthard nicht. Sie wisse, dass sie jenes Departement übernehmen müsse, das übrig bleibe, sagte sie. «Die EURO 08 ist durchaus eine knackiges Thema», so die Bundesratskandidatin.
Die CVP-Fraktion wird der Bundesversammlung am 14. Juni eine Einerkandidatur unterbreiten. Dies sagte Fraktionschef Urs Schwaller. Die Möglichkeit eines Zweiervorschlages sei ebenfalls diskutiert worden, aber die Fraktion sei überzeugt, dass sie einen guten Vorschlag machen werde.
Doris Leuthard wird am kommenden Freitag von der CVP Aarau in Merenschwand zur Kandidatin gekürt. Die Frist für weitere Kandidaturen aus den Kantonen läuft bis zum 15. Mai.
(fest/sda)





