Lauwarme Zustimmung für Leuthard
Bern - Doris Leuthards Wahl in den Bundesrat dürfte nur noch Formsache sein: Bei den Parteien stösst ihre Kandidatur nicht auf Widerstand, löst aber auch keine überschäumende Freude aus.
«Spielchen treiben» werde die SP aber nicht, sagte Fässler. Allerdings werde man Leuthard zu einem Hearing einladen, voraussichtlich in der ersten Woche der Sommersession. Die Positionen der CVP-Präsidentin seien nicht in allen Belangen klar, da Leuthard nicht immer deutlich Stellung beziehe.
Fässlers Meinung teilt auch SVP-Fraktionschef Caspar Baader. Es sei schwierig zu beurteilen, ob Leuthard die Anliegen der SVP teile. Seine Partei werde die CVP-Chefin deshalb zu einem Hearing einladen.
SVP hält sich heraus
Opposition gegen Leuthard ist aber auch von der SVP nicht zu erwarten: Man sei immer der Überzeugung gewesen, dass es Sache der CVP sei, über eine Einer- oder Zweierkandidatur sowie die Kandidaten zu entscheiden, sagte Baader.
FDP-Vizefraktionschef Didier Burkhalter sprach von einer erwarteten, guten Lösung. Eine Zweierkandidatur wäre seiner Ansicht nach nur eine Alibiübung gewesen. Mit der Politik Leuthards könne sich die FDP identifizieren. Trotzdem werde man die Aargauerin aber wohl zu einem kurzen Hearing einladen.
FDP-Frauen solidarisch
Unterstützung erfährt Leuthard auch von den FDP Frauen. Die Frauen seien im Bundesrat nach wie vor nicht angemessen vertreten, heisst es in einem Communiqué. Zu gegebenem Zeitpunkt werde man auch die eigene Partei auffordern, die Vertretung der Frauen im Bundesrat zu stärken.
Ruth Genner, Präsidentin der Grünen, begrüsst, dass die CVP eine Frau portieren will. Leuthard stamme zudem aus der neuen Generation und werde im Bundesrat sicherlich einen anderen Führungstil einbringen. Auch die Grünen werden Leuthard zu einem Hearing einladen.
(fest/sda)





