Keine Vertragsverlängerung für Blackwater im Irak
Bagdad - Das private Sicherheitsunternehmen Blackwater erhält für seine umfangreichen Aktivitäten im Irak keine Vertragsverlängerung. Das teilte der Sprecher des irakischen Innenministeriums, General Abdel Karim Chalaf in Bagdad mit.
Blackwater habe die Genehmigung für Aktivitäten im Irak bereits eingebüsst, sagte Chalaf. Insgesamt arbeiten für private Sicherheitsdienste im Irak mehr als 100'000 Beschäftigte.
Vorwürfe
Blackwater war bislang das grösste Unternehmen in diesem Sektor. Die Sicherheitsdienste kümmern sich unter anderem um den Schutz des Botschaftspersonals.
Fünf Blackwater-Beschäftigte stehen im Verdacht, bei dem Vorfall vom 16. September 2007 an einer belebten Kreuzung im Westen Bagdads auf Zivilisten geschossen zu haben, als dort ein Konvoi mit US-Diplomaten vorbeifuhr. Der US-Untersuchung zufolge gab es 14 Tote, die irakische Untersuchung geht von 17 Toten aus.
Der Prozess gegen die sechs Beschuldigten soll am 29. Januar 2010 beginnen. Sie müssen mit langjährigen Haftstrafen rechnen. Alleine der Verstoss gegen die Waffengesetze ist mit bis zu 30 Jahren Haft bedroht.
(sl/sda)





