Nidwalden sagt Nein: Bundesfeier auf der Kippe
Stans - Die Versuche von Stadt und Kanton Luzern, die diesjährige Bundesfeier auf dem Rütli zu retten, stossen in Nidwalden auf taube Ohren. Man trete auf die Bedingungen nicht ein, liess die Nidwaldner Regierung verlauten.
Allerdings müssten sich der Bund und die festgebende Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) an den Sicherheitskosten beteiligen.
Grund für die negative Stimmung gegenüber der Rütlifeier ist der steigende Aufwand für die Sicherheit. Notwendig geworden ist dieser durch die zunehmende Präsenz von Rechtsextremen - und in ihrem Gefolge auch der Linken - in den letzten Jahren. Die Kosten für die Sicherheit bei der letztjährigen Feier werden auf gegen zwei Millionen Franken geschätzt.
Kommission ist überrascht
Deshalb sollen die Teilnehmer der Feier nicht mehr in Brunnen SZ an Bord der Schiffe gehen können. Die Schwyzer Regierung stellte sich hinter die Gemeindebehörden. Danach winkte auch Uri ab: Ohne Brunnen kein Flüelen. Schliesslich gab auch Nidwalden der Rütlikommission einen Korb.
Bei der Rütlikommission zeigte man sich überrascht. Man habe immer mit allen Möglichkeiten gerechnet, doch das heutige Nein aus Luzern sei schneller als erwartet gekommen, sagte Mediensprecher Martin Hofer.
Man werde die Lage noch einmal beurteilen. Auf die Frage, ob er noch eine Chance sehe für eine Bundesfeier 2007, meinte Hofer: «Die Hoffnung stirbt zuletzt!»
(bert/sda)





