Rekordverdächtige Luchswanderung

publiziert: Dienstag, 16. Jan 2007 / 18:13 Uhr

Bern/Genf - Der ursprünglich aus dem Berner Oberland stammende Luchs Zoro hat eine rekordverdächtige Wanderung hinter sich. Von seinem Aussetzungsort im Waadtland wanderte er dem Jura entlang bis nach Frankreich.

Bis 2008 sollen vier weitere Luchse aus den Waadtländer Alpen in den Jura transferiert werden.
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Dort wurde er südwestlich von Genf bei Bellegarde gepeilt, wie die Koordination der Forschungsprojekte zur Erhaltung der Raubtiere (KORA) am Montag mitteilte. Sein Aufenthaltsort ist rund 100 Kilometer Luftlinie von seinem Aussetzungsort entfernt.

Laut Kora wurde bei Schweizer Luchsen bisher noch nie eine so grosse Wanderdistanz registriert. Auf seinem weiten Weg dem Jura entlang musste Zoro keine Barrieren, wie Siedlungen, landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiete oder Verkehrsachsen überwinden.

Der Luchs stammt ursprünglich aus dem Simmental im Berner Oberland. Im vergangenen Juli wurde er in den angrenzenden Waadtländer Alpen gefangen und in den Jura umgesiedelt. Dort durchstreifte er vorerst ein rund 40 Quadratkilometer grosses Gebiet bei Mauborget VD und Couvet NE. Am 23. August wurde er dort letztmals gepeilt und war dann verschwunden.

Gut zwei Monate später tauchte er in der Nähe von Bellegarde (F) wieder auf. Auch Anfang Jahr wurde das Tier dort noch gepeilt.

Zoros Fang und Wiederaussetzung bildete den Auftakt zu einer Umsiedlungsaktion. Bis 2008 sollen vier weitere Luchse aus den Waadtländer Alpen in den Jura transferiert werden. Mit dieser Massnahme soll die Population in beiden Regionen stabilisiert werden.

(/sda)

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