Saddam legt Berufung ein
Bagdad - Der zum Tode verurteilte Ex-Diktator Saddam Hussein hat dem irakischen Chefermittler zufolge Berufung gegen die Gerichtsentscheidung eingelegt.
Der ehemalige irakische Diktator war vor einem Monat zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Im Fall eines Massakers an 148 Schiiten im Jahr 1982 wurde er wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen.
Kritik von Human Rights Watch
Das Berufungsgericht muss ohnehin darüber befinden, ob die Todesstrafe vollstreckt werden soll. Dazu hat es unbegrenzt Zeit. Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch haben das Verfahren gegen Saddam Hussein als unfair und fehlerhaft kritisiert.
Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki sagte vor kurzem, er wolle das Todesurteil noch dieses Jahr vollstreckt haben. Er gehört zu der unter Saddam verfolgten Bevölkerungsmehrheit der Schiiten. Unterdessen steht Saddam Hussein auch wegen des Vorwurfs des Völkermords an Kurden vor Gericht.
(ht/sda)





