Saddam legt Berufung ein

publiziert: Sonntag, 3. Dez 2006 / 18:13 Uhr

Bagdad - Der zum Tode verurteilte Ex-Diktator Saddam Hussein hat dem irakischen Chefermittler zufolge Berufung gegen die Gerichtsentscheidung eingelegt.

Foto: usinfo.state.gov Das Berufungsgericht hat unbegrenzt Zeit, einen Entscheid zu fällen.
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Auch die Todesurteile von zwei Saddam-Getreuen werden demnach angefochten. Dies sagte Dschaafar Al- Mussawi. Die Anwälte der drei seien bei Gericht erschienen und hätten ihre Berufung vorgelegt. Saddam Husseins Chef-Verteidiger sagte dagegen, die Dokumente seien noch nicht übergeben worden.

Der ehemalige irakische Diktator war vor einem Monat zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Im Fall eines Massakers an 148 Schiiten im Jahr 1982 wurde er wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen.

Kritik von Human Rights Watch

Das Berufungsgericht muss ohnehin darüber befinden, ob die Todesstrafe vollstreckt werden soll. Dazu hat es unbegrenzt Zeit. Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch haben das Verfahren gegen Saddam Hussein als unfair und fehlerhaft kritisiert.

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki sagte vor kurzem, er wolle das Todesurteil noch dieses Jahr vollstreckt haben. Er gehört zu der unter Saddam verfolgten Bevölkerungsmehrheit der Schiiten. Unterdessen steht Saddam Hussein auch wegen des Vorwurfs des Völkermords an Kurden vor Gericht.

(/sda)

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