Swingerclub mit Steuergeldern subventioniert

Swingerclub im Museum - Schweizer Politiker empört

Pro Helvetia wird erneut für ein Kunstprojekt kritisiert.

Bern - Der Swingerclub in der Wiener Secession beschäftigt Parlamentarier in der Schweiz und Österreich: Die provokante Ausstellung des Baslers Christoph Büchel wurde von der Pro Helvetia mit 15'000 Franken unterstützt und soll auch österreichische Steuergelder verschlungen haben.

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Der Wiener Gemeinderat wird deshalb am Freitag über eine parlamentarische Anfrage der rechtspopulistischen Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) beraten. Die Finanzierung eines Sexclubs unter dem Deckmantel der Kunst sei eine «perverse Steuergeldvernichtung», kritisierte der BZÖ-Abgeordnete Rainer Widmann.

Die Empörung richtet sich nicht unbedingt gegen die Installation des Original-Interieurs des Swingerclubs «Element6» in der altehrwürdigen Secession; zu reden gibt vor allem die Tatsache, dass das tagsüber leere Etablissement nachts auch betrieben wird.

Auch in der Schweiz äusserten sich zahlreiche Politiker in den Medien kritisch gegen die Subventionierung dieser Form der Konzeptkunst: Büchels Beitrag sei «geschmacklos und daneben», sagte die Zürcher Nationalrätin Kathy Riklin (CVP) der «Neuen Luzerner Zeitung» (NLZ).

Das Projekt sei ein «Zeichen fortschreitender Verblödung», doppelte der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli im selben Blatt nach; er gehe davon aus, dass seine Partei eine Subventionskürzung für die Pro Helvetia beantragen werde. «Das Budget von Pro Helvetia gehört radikal gekürzt», forderte auch SVP-Präsident Toni Brunner gegenüber «20 Minuten»

(/sda)

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