Astronauten setzen Sonnensegel-Reparatur fort

publiziert: Samstag, 22. Nov 2008 / 20:52 Uhr

Washington - Zwei Astronauten des Space-Shuttle «Endeavour» sind erneut ins All ausgestiegen, um Reparaturarbeiten an einem Sonnensegel der Internationalen Raumstation ISS fortzusetzen.

Defektes Drehgelenk des Solarflügels muss gereinigt werden.
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Während des auf gut sieben Stunden angesetzten Ausseneinsatzes sollte das Duo Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Steve Bowen das defekte Drehgelenk des Solarflügels auf der rechten Seite der Station reinigen und schmieren sowie einige Teile austauschen.

Metallspäne hatten seit einem Jahr die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, so dass sich das Segel nicht mehr richtig zur Sonne ausrichten konnte.

Die NASA hofft, dass die Reparatur bei diesem Einsatz beendet werden kann. Am kommenden Montag soll bei einem vierten und letzten Ausstieg während der insgesamt 15-tägigen «Endeavour»-Mission ein doppeltes Sonnensegel-Drehgelenk an einem anderen ISS-Teil gewartet werden.

Problem mit einer High-Tech-Recyclinganlage

Ein Problem mit einer High-Tech-Recyclinganlage für Urin an Bord der ISS hatte der NASA am Freitag Kopfzerbrechen bereitet. Das System schaltete sich bei Tests von selbst ab. Möglicherweise habe eine Zentrifuge an einem Destillationsteil der Anlage nicht richtig funktioniert, teilte die NASA mit.

Der derzeit an die ISS angekoppelte Space Shuttle «Endeavour» hatte das Gerät mitgebracht, das Urin, Schweiss und Kondenswasser der Atemluft in Trinkwasser umwandeln soll. Damit sollen die ISS-Dauerbewohner unabhängiger von der Versorgung von der Erde werden.

Die Behörde schloss nicht aus, dass die «Endeavour»-Besatzung einen Tag länger als vorgesehen bleibt, sollte das Problem nicht rechtzeitig behoben werden können. Das Hauptziel der Shuttle-Mission sind Arbeiten zur Erweiterung der ISS. Künftig sollen dort auf Dauer sechs Astronauten untergebracht werden können statt wie bislang drei.

(/sda)

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