Hundesitterin verurteilt

Besitzerin des bissigen Pitbulls freigesprochen

Foto: Tres Camenzind (ex-press.ch) Ein Pitbull hatte im Dezember 2009 einen Knaben ins Gesicht gebissen. (Symbolbild)

Lausanne - Die Besitzerin des Pitbulls Baxxter, der 2009 einen Knaben angefallen hat, ist von der Waadtländer Justiz freigesprochen worden. Anders liegt der Fall bei jener Frau, die den Hund damals spazieren führte: Sie wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 30 Tagessätzen auf Bewährung verurteilt.

4 Meldungen im Zusammenhang
Jacques Barillon, Verteidiger der Hundebesitzerin, bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Meldung der Westschweizer Zeitung «Le Matin». «Das ist ein schöner Sieg, nicht nur für meine Klientin, sondern auch für die Justiz», sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Im Dezember 2009 hatte der Pitbull einen elf Monate alten Knaben in einem Kinderwagen in Préverenges VD ins Gesicht gebissen. Das Kind wurde knapp unter dem Auge verletzt und musste ins Spital. Als der Vorfall geschah, führte eine Frau den Pitbull zusammen mit anderen Hunden spazieren.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Hundebesitzerin ihr Tier weder angemeldet noch die erforderliche Bewilligung für die Haltung eines solchen Hundes hatte.

Daraufhin wollte die Waadtländer Sicherheitsdirektorin Jacqueline de Quattro den Hund einschläfern lassen. Letzten Februar annullierte das Waadtländer Verwaltungsgericht den Entscheid de Quattros. Baxxter sei kein aggressiver Hund, argumentierte das Gericht. Es bezeichnete den Hund als «ausgeglichenes, stabiles und extrem kontaktfreudiges Tier».

(/sda)

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