Dänische Parlamentarier sagen Iran-Besuch ab

publiziert: Samstag, 16. Feb 2008 / 10:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 17. Feb 2008 / 00:16 Uhr

Kopenhagen - Der Streit um Mohammed-Karikaturen hat zum zweiten Mal eine diplomatische Krise zwischen Dänemark und dem Iran ausgelöst. Der aussenpolitische Ausschuss des Folketing hat einen geplanten offiziellen Besuch in Teheran abgesagt.

Foto: Kantonspolizei Thurgau Als Hauptgrund für die Krawalle gilt die Zuspitzung lange schwelender Konflikte zwischen beteiligten Gruppen und der Polizei. (Symbolbild)
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Das wurde in Kopenhagen mitgeteilt. Die Parlamentarier reagierten damit auf einen Vorstoss des Iran vom Donnerstag, wonach die Regierung in Kopenhagen gegen die erneute Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen aus der Zeitung «Jyllands-Posten» vorgehen solle.

Auch vom Ausschuss selbst hatten die Gastgeber verlangt, sich bei dem Anfang der Woche anstehenden Besuch ausdrücklich zu distanzieren. Das lehnte die dänische Seite ab.

Die zweieinhalb Jahre alten Zeichnungen waren als Reaktion auf Mordpläne gegen einen der beteiligten Karikaturisten in zahlreichen Blättern in Dänemark erneut abgebildet worden. Die iranische Regierung bestellte darauf den dänischen Botschafter in Teheran ein und protestierte offiziell gegen «derartige neue Beleidigungen».

In der Nacht randalierten Jugendliche in mehreren Städten Dänemarks. Wie in den fünf vorangegangenen Nächten wurden Autos und Abfallcontainer in Brand gesteckt oder auch Feuer in Hauseingängen gelegt. Die Krawalle werden von der Polizei überwiegend Gruppen mit Migrantenhintergrund zugeschrieben.

(/sda)

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