Dänische Parlamentarier sagen Iran-Besuch ab
Kopenhagen - Der Streit um Mohammed-Karikaturen hat zum zweiten Mal eine diplomatische Krise zwischen Dänemark und dem Iran ausgelöst. Der aussenpolitische Ausschuss des Folketing hat einen geplanten offiziellen Besuch in Teheran abgesagt.
Auch vom Ausschuss selbst hatten die Gastgeber verlangt, sich bei dem Anfang der Woche anstehenden Besuch ausdrücklich zu distanzieren. Das lehnte die dänische Seite ab.
Die zweieinhalb Jahre alten Zeichnungen waren als Reaktion auf Mordpläne gegen einen der beteiligten Karikaturisten in zahlreichen Blättern in Dänemark erneut abgebildet worden. Die iranische Regierung bestellte darauf den dänischen Botschafter in Teheran ein und protestierte offiziell gegen «derartige neue Beleidigungen».
In der Nacht randalierten Jugendliche in mehreren Städten Dänemarks. Wie in den fünf vorangegangenen Nächten wurden Autos und Abfallcontainer in Brand gesteckt oder auch Feuer in Hauseingängen gelegt. Die Krawalle werden von der Polizei überwiegend Gruppen mit Migrantenhintergrund zugeschrieben.
(bert/sda)





