Kolumbien akzeptiert Chávez' Plan zur Geiselbefreiung
Bogotá - Die Regierung Kolumbiens hat den Plan des venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez zur Freilassung dreier von der FARC-Guerilla in Kolumbien festgehaltenen Geiseln gebilligt. Das teilte das kolumbianische Aussenministerium mit.
Unter den Geiseln ist auch die Wahlkampfmanagerin der ebenfalls verschleppten franko-kolumbianischen Grünen-Politikerin Ingrid Betancourt, Clara Rojas.
Bei den beiden anderen Geiseln handelt es sich um Rojas' in Gefangenschaft mit einem Guerillero gezeugten dreijährigen Sohn Emmanuel sowie die ehemalige Abgeordnete Consuelo González.
Chávez äusserte die Hoffnung, auch Betancourts Freilassung zu einem späteren Zeitpunkt erwirken zu können.
Vorbereitung auf Freilassung
Flugzeuge mit Vertretern unter anderem Frankreichs, Argentiniens, Brasiliens, Ecuadors und Kubas sowie des Internationalen Roten Kreuzes hielten sich bereit, um nach Kolumbien aufzubrechen und die Geiseln abzuholen.
Er selbst werde nicht mitfliegen, sagte Chávez. Nach Angaben des kolumbianischen Ausseministeriums hat Bogotá nur eine Auflage gemacht: Dass die Helikopter, die die Geiseln im Dschungel abholen sollen, das Emblem des Internationalen Roten Kreuzes tragen.
Gemäss einer Erklärung der «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) vom 18. Dezember ist die Freilassung als «Geste der Anerkennung» gegenüber den Familien der Geiseln sowie gegenüber Chávez und der kolumbianischen Senatorin Piedad Córdoba gedacht. Die Geiseln sollten Chávez oder einem Vertreter übergeben werden, hiess es.
(bert/sda)





