Rice wirbt bei Abdullah II. für Friedensprozess
Amman - Nach dem Dreier-Gipfel vom Montag in Jerusalem ist US-Aussenministerin Condoleezza Rice in Jordanien mit König Abdullah II. zusammengetroffen. Dieser rief die USA zu verstärkten Bemühungen um den Nahost-Friedensprozess auf.
Die USA müssten den Palästinensern zu ihren international anerkannten Rechten verhelfen. Wenn weiter Zeit ohne eine Regelung des Konflikts verstreiche, werde dieser weiter eskalieren, warnte der Monarch.
Rice hatte den jordanischen König über ihr Treffen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas informiert, bei dem am Montag keine wesentlichen Fortschritte erzielt wurden.
Unterstützung für Einheitsregierung
Abdullah II. sicherte ausserdem Abbas zu, eine künftige palästinensische Einheitsregierung aus Hamas und Fatah zu unterstützen und sich für eine Aufhebung des Boykotts westlicher Staaten gegen die Palästinenserregierung einzusetzen.
Zugleich rief er die Palästinenser auf, ihre Bemühungen auf ein Gelingen der Einigung in Mekka vom 8. Februar zu konzentrieren, die die Bildung einer Einheitsregierung der beiden rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah vorsieht.
Existenzrecht Israels als Bedingung
Die USA hatten wie Israel angekündigt, mit einer palästinensischen Einheitsregierung erst in Kontakt zu treten, wenn diese auch das Existenzrecht Israels anerkenne.
Auch Abbas reiste nach Angaben aus palästinensischen Kreisen zunächst nach Jordanien. Der Präsident wolle «das Eis brechen, den Friedensprozess wiederbeleben und den Boykott des palästinensischen Volkes beenden», erklärte ein Sprecher.
(ht/sda)





