Trotz Feuerpause geht der Krieg weiter

publiziert: Montag, 31. Jul 2006 / 21:05 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Aug 2006 / 08:34 Uhr

Beirut/Tel Aviv/New York - Eine schnelle Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah ist nicht in Sicht.

Foto: idf.il UNO-Beobachter bestätigten die Luftangriffe. (Archivbild)
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Trotz der verkündeten Feuerpause von 48 Stunden flog Israel neue Luftangriffe auf Ziele in Südlibanon. Bei einem Angriff der Luftwaffe auf den wichtigsten Grenzübergang zwischen Libanon und Syrien wurden mehrere Menschen verwundet. Zudem beschossen Bodentruppen erneut Dörfer in Südlibanon. Dabei kam auch ein libanesischer Soldat ums Leben, was Israel bedauerte.

Nach den neuen Luftangriffen warf der libanesische Aussenminister Fausi Salluch Israel vor, die Pause bei den Luftangriffen verletzt zu haben. «Israel hat die Angriffe zu Lande, aus der Luft und von See aus fortgesetzt», sagte Salluch. UNO-Beobachter bestätigten die Luftangriffe.

Israelische Anwort auf Angriffe

Israel hatte sich vorbehalten, weiter gegen die Hisbollah vorzugehen, sollte diese Raketenangriffe auf Nordisrael vorbereiten.

Nach israelischen Angaben schlugen zwei Katjuscha-Raketen nahe der Grenzstadt Kiriat Schmona ein. Zudem beschoss die Hisbollah nach eigenen Angaben ein israelisches Kriegsschiff. Israel dementierte diese Information umgehend.

UNO will Waffenstillstand

Die eigentliche Feuerpause hatte Israel in der Nacht verkündet. Damit sollte der libanesischen Bevölkerung ermöglicht werden, sich in Sicherheit zu bringen. Zudem sollte die Bombardierung von Kana untersucht werden, bei der am Sonntag 56 Zivilisten, darunter 37 Kinder, getötet worden waren.

Angesichts der Entwicklung und im Nachgang zu Kana zeigte sich der UNO-Sicherheitsrat in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung entschlossen, eine Resolution zur dauerhaften Lösung der Krise zu verabschieden. Es müsse ein nachhaltiger Waffenstillstand erreicht werden, hiess es.

(/sda)

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