Wahl in Kenia verläuft «relativ ruhig»

publiziert: Donnerstag, 27. Dez 2007 / 11:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Dez 2007 / 20:41 Uhr

Nairobi - Rund 14 Millionen Wähler in Kenia haben ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten gewählt. Angesichts des erwarteten äusserst knappen Wahlausgangs war die Stimmung im Lande aufgeheizt.

Foto: zif-berlin.org Raila Odinga an einer Wahlveranstaltung.
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Noch nie zuvor seit der Erlangung der Unabhängigkeit war das Ergebnis so ungewiss.

Amtsinhaber Mwai Kibaki von der Nationalen Einheitspartei und der Oppositionspolitiker Raila Odinga vom Orangenen Oppositionsbündnis lagen in Umfragen vor der Wahl nahezu gleichauf. Mit ersten offiziellen Ergebnissen wurde erst am Freitagmorgen gerechnet.

Neben dem Präsidenten wählten die Kenianer auch 210 Mitglieder des neuen Parlaments und rund 2500 Gemeindevertreter. Entgegen anfänglicher Befürchtungen verliefen die Wahlen bis zum Nachmittag weitgehend friedlich.

Angst vor Wahlfälschung

Polizisten in Zivil behielten vor allem Wahllokale in Gebieten im Auge, in denen es in den vergangenen Wochen zu politisch motivierter Gewalt gekommen war. Die Polizei meldete einen tödlichen Zwischenfall.

Zur Wahlbeteiligung machte die kenianische Wahlkommission zunächst keine offiziellen Angaben. Die Leiterin des Wahllokals in Kibera, Teresia Kiilu, rechnete mit einer höheren Wahlbeteiligung als noch vor fünf Jahren. Damals hatte sie bei 57,2 Prozent gelegen.

Einige Wahllokale öffneten mit mehrstündiger Verspätung, in anderen waren zahlreiche Wähler nicht in den Wählerlisten aufgeführt. Diese Vorkommnisse schürten Ängste vor Wahlfälschung- und Manipulation.

Auch Herausforderer Odinga bekam die Unregelmässigkeiten zu spüren: Er habe seine Stimme nicht abgeben können, weil sein Name auf der Wählerliste gefehlt habe, berichtete er.

(/sda)

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