EM-Kater Griechenlands hält anEuropameister Griechenland wartet in der WM-Qualifikation weiter auf den ersten Sieg. In der Ukraine konnte immerhin die zweite Niederlage in extremis verhindert werden. England gewann das britische Duell gegen Wales klar.
(fest/Si)
Erst acht Minuten vor Schluss gelang Griechenland das 1:1 in der Ukraine. Ein Freistoss aus 17 Metern ins Lattenkreuz des eingewechselten Vassilis Tsiartas sorgte für den glückhaften Punktgewinn.
Der späte Treffer täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Griechen weit von ihrer Form von Portugal entfernt sind. Bestes Beispiel lieferte der Führungstreffer der Ukrainer. Goalie Antonis Nikopolidis, in Portugal ein sicherer Wert, liess in der 49. Minute einen Schuss von Milans Starstürmer Andrej Schewtschenko zwischen den Beinen ins Tor rollen.
Trotz des Unentschieden bei einem direkten Konkurrenten um die WM-Teilnahme bleibt Griechenlands Lage heikel. Nach drei Spielen haben Otto Rahhagel und seine EM-Helden lediglich zwei Punkte auf dem Konto.
Klare Kräfteverhältnisse im britischen Derby
England hat sich für die enttäuschenden Leistungen zu Beginn der WM-Qualifikation rehabilitiert. Im 98. britischen Derby gegen Wales sorgten Frank Lampard und David Beckham für das diskussionslose 2:0. Das Resultat hätte höher ausfallen müssen.
England war nach dem 1:0 in der 4. Minute in allen Belangen überlegen, der Sturm mit Michael Owen, Jermaine Defoe und dem genesenen Wayne Rooney ging mit seinen Torchancen aber verschwenderisch um. Für den Höhepunkt im Old Trafford war dann auch nicht ein Stürmer, sondern Spielmacher Beckham besorgt.
In seinem ehemaligen Heimstadion traf der Captain mit einem herrlich gezirkelten Weitschuss in der Schlussviertelstunde zur Entscheidung. Für die Waliser sind Niederlage gegen England nichts ungewöhnliches: In den 98 Duellen gab es nur 14 Siege.
Tschechiens Sieg ohne Nedved
Tschechien, erstmals ohne seinen aus der Nationalmannschaft zurückgetretenen Superstar Pavel Nedved angetreten, liess daheim gegen das mit drei Siegen in die WM-Qualifikation gestartete Rumänien den spielerischen Glanz weitgehend vermissen, errang aber dennoch einen verdienten 1:0-Sieg.
Damit fanden die Tschechen nach der Auftaktniederlage in Holland auf den gewünschten Kurs zurück. Die 346 Minuten andauernde Torflaute der Tschechen hatte Dortmund-Stürmer Ian Koller mittels einem umstrittenen Foulpenalty nach 36 Minuten beendet.
Erfolglose deutsche Trainer
Für Schottland und seinen deutschen Trainer Berti Vogts hat die WM-Qualifikation miserabel begonnen. Nach dem zweiten Heimspiel und dem 0:1 gegen Norwegen stehen die Schotten noch ohne Sieg und ohne Torerfolg da. Die Partie gegen die Skandinavier, in der sich die Gastgeber deutlich mehr Spielanteile und Chance erarbeiteten, wurde in der 54. Minute entschieden.
Everton-Verteidiger James McFadden verhinderte mit einer Handabwehr auf der Torlinie zunächst das sichere 0:1, nahm dafür aber einen Penalty in Kauf und sah die Rote Karte. Der langjährige England-Legionär Steffen Iversen verwandelte den Penalty für Norwegen mühelos.
Auch Vogts´ Landsmann Lothar Matthäus bezog mit Ungarn auf dem beschwerlichen Weg an die «Heim-WM» eine Niederlage. In Schweden gingen die Magyaren 0:3 unter. Für die Skandinavier trugen sich die beiden Stars Fredrik Ljungberg und Henrik Larsson in die Torschützenliste ein. Larsson hat nun bereits 30 Mal in der Nationalmannschaft getroffen.
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