Familiendrama: Waren es mehrere Jugendliche?

publiziert: Dienstag, 22. Apr 2008 / 15:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Apr 2008 / 16:03 Uhr

Biberbrugg - In das Familiendrama von Muotathal könnten neben dem mutmasslichen Täter noch weitere Jugendliche involviert sein. Über das Motiv herrscht weiter Unklarheit. Eine Tat im Affekt wird von den Behörden ausgeschlossen.

Die Polizei hat nun mehrere Tatverdächtige festgenommen.
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Die Kriminalpolizei und die Jugendanwaltschaft des Kantons Schwyz informierten im Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg über den Stand der Ermittlungen. Auch zehn Tage nach der Tat sind viele Fragen offen.

Das Tatmotiv sei noch nicht geklärt, sagte Stephan Grieder, Chef der Kriminalpolizei. Die Suche nach dem Motiv sei in der Zwischenzeit aber ausgeweitet worden. Es könnten noch weitere Jugendliche in die Tat involviert sein.

Drei Tatverdächtige wieder freigelassen

Neben dem Tatverdächtigen nahm die Polizei vier weitere junge Menschen in Untersuchungshaft. Drei wurden wieder freigelassen, weil keine Verdunkelungsgefahr mehr besteht. Zum vierten Jugendlichen machten die Behörden keine Angaben, auch nicht dazu, ob er aus der Familie des mutmasslichen Täters stammt.

Der mutmassliche Täter ist fünfzehneinhalb Jahre alt. Er erstach in der Nacht auf den 12. April seinen im gleichen Zimmer schlafenden Stiefbruder und darauf seine Stiefmutter. Sein Vater wurde verletzt.

Die Behörden gehen nicht davon aus, dass der Jugendliche im Affekt handelte. Ob Drogen oder Alkohol im Spiel waren, ist Gegenstand der Ermittlungen.

(/sda)

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