Hamas und Fatah beginnen «Versöhnungstreffen»

publiziert: Mittwoch, 7. Feb 2007 / 12:45 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Feb 2007 / 19:37 Uhr

Mekka - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Hamas-Chef Chaled Meschaal sind in Mekka zu einem Versöhnungstreffen zusammengekommen. Beide zeigten sich entschlossen, eine Einigung zwischen ihren verfeindeten Gruppen zu erreichen.

Mahmud Abbas drängt auf eine Einigung in Mekka.
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«Wir sind hierher gekommen, um uns zu verstehen, und wir werden diesen Ort nicht ohne eine Einigung verlassen», sagte Meschaal vor dem Treffen in Mekka, das der saudi-arabische König Abdullah vermittelt hatte. Abbas seinerseits sagte: «Wir reisen nicht von diesem heiligen Ort ab, ehe wir eine Einigung erzielt haben.»

Er nannte die Kämpfe seiner Fatah gegen die Hamas eine Katastrophe, die kein Palästinenser fortgesetzt sehen wolle. Zudem äusserte Abbas die Hoffnung, dass die Gespräche die Grundlage für eine neue Regierung legen und damit zu einem Ende der Sanktionen des Westens beitragen würden.

Maschaal sagte, so lange sie uneins seien, werde die internationale Gemeinschaft den Willen der Palästinenser nicht respektieren und die «ungerechte Blockade» nicht aufheben. Beobachter hatten es bereits als ermutigendes Zeichen gewertet, dass Abbas und Meschaal zu dem Treffen im gleichen Auto vorgefahren waren.

Annäherung

Nach palästinensischen Angaben haben sich die Positionen von Fatah und Hamas im Vorfeld des Mekka-Treffens angenähert. Wie es hiess, hat Hamas unter anderem die Bereitschaft bekundet, einen unabhängigen Innenminister zu akzeptieren sowie die mit Israel unterzeichneten Friedensverträge zu respektieren. Hauptstreitpunkt war bislang die Anerkennung Israels.

Regierungschef Ismail Hanija von der Hamas rief dazu auf, sich «auf einen Ehrenkodex» zu einigen, der jede innerpalästinensische Gewalt ausschliesst. «Wir müssen eine Abmachung verkünden, die unsere Einheit und unser nationales Vorhaben schützt und eine echte Partnerschaft zwischen der Hamas und der Fatah ermöglicht.»

(/sda)

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