Lage in Vorstädten Frankreichs beruhigt sich
Paris - Nach 13 Nächten mit schweren Jugendunruhen in französischen Vorstädten nehmen die Randale und Brandstiftungen in weiten Landesteilen langsam ab.
In ganz Frankreich zählte die Polizei bis 4.00 Uhr rund 400 brennende Autos. Zur gleichen Zeit der Vornacht waren es noch 558 gewesen. Gesunken ist auch die vergleichbare Zahl der Festnahmen. In der Nacht zum Donnerstag waren es um 4.00 Uhr 169, 24 Stunden zuvor noch 204.
Aus Nordfrankreich, der Region um die Millionenstadt Lyon und dem zuvor besonders unruhigen Département Seine-Saint-Denis bei Paris meldete die Polizei in der Nacht deutlich weniger angesteckte Autos. Sie sprach von einer «sehr ruhigen» Lage.
Die Regierung hatte am Dienstag ein Notstandsgesetz aktiviert, das Ausgangssperren und verschärfte Kontrollen ermöglicht. Innenminister Nicolas Sarkozy hatte zudem angeordnet, dass alle Ausländer ausgewiesen werden, die wegen Beteiligung an den Krawallen der vergangenen Wochen verurteilt worden sind.
(smw/sda)





