Frankreich-Krawalle gehen weiter
Paris - In Frankreich haben die Ausschreitungen die 16. Nacht in Folge angehalten. Bis 4 Uhr früh wurden landesweit fast 400 Fahrzeuge in Brand gesteckt, praktisch gleich viele wie in der Vornacht.
In der südfranzösischen Stadt Carpentras schleuderten Unbekannte am Abend zwei Brandsätze auf eine Moschee.
Verletzt wurde niemand. Staatspräsident Chirac und Innenminister Sarkozy verurteilten den Anschlag mit scharfen Worten.
Versammlungsverbot
Für Paris gilt wegen befürchteter Krawalle ab Samstagvormittag ein Versammlungsverbot. Zwischen 10 Uhr am Samstagmorgen bis 8 Uhr am Sonntagmorgen ist jede Versammlung verboten, die zu Unruhen und Provokationen führen könnte, wie die Polizei mitteilte.
Der Polizeichef der Stadt, Pierre Mutz, warnte, die Gewalt könne am Wochenende auch im bisher weitgehend verschonten Zentrum der Hauptstadt ausbrechen.
Am Samstagabend soll die deutsche Fussball-Nationalmannschaft dort gegen Frankreich zu einem Freundschaftsspiel antreten. Es gelten erhöhte Sicherheitsmassnahmen.
Die Krawalle hatten vor über zwei Wochen nach dem Tod zweier Jugendlicher begonnen. Sie waren vor einer Polizeikontrolle in ein Transformatorenhäuschen geflohen und starben dort an Stromschlägen.
(rr/sda)





