Nur wenige Demonstrationen gegen Völkermord

London - Der internationale Aktionstag für Darfur hat nicht viele Menschen mobilisieren können. In europäischen Hauptstädten protestierten jeweils mehrere hundert Menschen gegen den Völkermord im Sudan. Die grösste Demonstration fand in London statt.

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Dort fanden sich hunderte Menschen vor dem Amtssitz von Premierminister Tony Blair ein. Sie forderten ihn auf, mehr Druck auf die Regierung im Sudan auszuüben.

Stars aus der Film- und Musikszene, darunter die Schauspieler George Clooney und Hugh Grant sowie Musiker wie Elton John, Mick Jagger, Bob Geldof und Mark Knopfler riefen die Weltgemeinschaft zu einem «entschiedenen Vorgehen» gegen die «Gräueltaten» im Sudan auf.

Am internationalen Aktionstag für Darfur beteiligten sich nicht viele Menschen. In Paris fanden sich gerade einmal an die 300 Demonstranten zu einer Menschenkette ein.

Bürgerkrieg seit 2004

In Rom erklärte der stellvertretende Regierungschef Francesco Rutelli vor einigen hunder Menschen, Darfur stehe sinnbildlich für «die Unfähigkeit des zeitgenössischen Menschen, die grundlegenden Menschenrechte zu stärken».

In Berlin kamen etwa 200 Menschen zu einer Kundgebung zusammen, um auf die Verbrechen in der Krisenprovinz Darfur aufmerksam zu machen

In der westsudanesischen Provinz Darfur herrscht seit Anfang 2004 ein Bürgerkrieg, in dem sich schwarzafrikanische Rebellen und von der Regierung unterstützte arabische Reitermilizen gegenüberstehen.

Nach Schätzungen der UNO starben bislang mindestens 200'000 Menschen in dem Konflikt; rund zwei Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben. Der Regierung in Khartum spricht von rund 9000 Toten.

(/sda)

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