Papst erteilt Segen 'Urbi et Orbi'

publiziert: Sonntag, 27. Mrz 2005 / 12:37 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Mrz 2005 / 13:56 Uhr

Rom - Der schwer kranke und sichtlich geschwächte Papst Johannes Paul II. hat zum Schluss der Ostermesse am Fenster über dem Petersplatz den Tausenden von Gläubigen mit dem Kreuzzeichen den Ostersegen "Urbi et Orbi" erteilt.

Der Papst zeigte sich nur kurz.
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Johannes Paul IIJohannes Paul II
Erstmals in seinem 26-jährigen Pontifikat konnte er den Ostersegen nicht selbst sprechen. Zitternd und sichtlich angestrengt erschien der schwer kranke 84-Jährige vor zehntausenden Gläubigen an seinem Fenster im Vatikan, während Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano für ihn die Osterbotschaft verlas.

Der Papst stützte sich währenddessen auf sein Lesepult und fuhr sich mehrfach mit der Hand über das Gesicht, bevor Mitarbeiter ihm ein Mikrofon vor den Mund hielten. Obwohl der Papst sich erkennbar anstrengte, versagte ihm jedoch die Stimme, und er konnte den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" - der Stadt und dem Erdkreis - nicht sprechen.

Tränen in den Augen

Viele der auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen hatten Tränen in den Augen. Unter dem Beifall von zehntausenden Gläubigen schlug der Pontifex maximus mehrfach das Kreuzzeichen. Nach wenigen Minuten schlossen sich die Vorhänge vor seinem Fenster im Apostolischen Palast wieder.

Sodano hatte den Papst zuvor bei der Ostermesse vertreten und dessen Botschaft verlesen. Darin erklärte der Papst, er bete für Frieden in den Ländern des Nahen Ostens und Afrikas. Er appellierte zudem an die Gläubigen, denen zu helfen, die von Armut und Hunger bedroht sind.

Auf Anraten seiner Ärzte hatte der an der Parkinson-Krankheit leidende Papst die gesamte Karwoche nicht in der Öffentlichkeit gesprochen und musste sich bei den Feiern vertreten lassen.

(/sda)

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