Türkische Armee greifen Stellungen kurdischer Rebellen an
Ankara - Türkische Streitkräfte haben erneut Stellungen kurdischer Rebellen im Südosten der Türkei bombardiert. Zwei Helikopter vom Typ Cobra warfen Bomben über den Bergen Cudi und Kato in der Provinz Sirnak nahe der Grenze zum Irak ab.
Dort werden Stützpunkte der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vermutet. Die Türkei droht in ihrem Kampf gegen die PKK-Rebellen seit Wochen mit einem Einmarsch im Nordirak, wo sich ebenfalls Stützpunkte der PKK befinden.
Kurdenchef fordert Niederlegung der Waffen
Derweil hat der irakische Kurdenführer Massud Barsani die Rebellen der PKK aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen.
«Entweder die PKK schwört der Gewalt ab, oder sie steht nicht nur der Türkei, sondern auch der gesamten kurdischen Nation gegenüber», zitiert ihn die türkische Zeitung «Milliyet». Gleichzeitig forderte Barsani die Türkei zur friedlichen Lösung des Konflikts auf.
«Erfahrungen zeigen, dass dieses Problem nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden kann», sagte der Kurdenchef.
Da die Regierung jedoch keine direkten Gespräche mit den irakischen Kurden führen wolle, werde er keine «Befehle» der Türkei im Kampf gegen die PKK akzeptieren.
«Sie sprechen nicht mit mir, aber Sie fordern mich auf, etwas gegen die PKK zu tun. Wie kann das sein?», fragte Barsani. Er arbeite jedoch an der Freilassung der acht türkischen Soldaten, die von der PKK gefangen gehalten werden.
(fest/sda)





