USA verteidigen Israels Vorgehen

publiziert: Samstag, 4. Nov 2006 / 09:52 Uhr

Washington - Die USA haben Bedauern über die Tötung palästinensischer Zivilisten im Gazastreifen geäussert.

Mahmud Abbas rief den UNO-Sicherheitsrat zum sofortigen Handeln auf.
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Zugleich verteidigte Washington jedoch das Vorgehen der israelischen Armee als Massnahme zum Selbstschutz.

Dass unschuldige Menschen getötet würden, sei «eine wahre Tragödie», sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, Sean McCormack. Man dürfe aber nicht vergessen, dass vor Beginn der israelischen Grossoffensive «Terroristen» fortwährend Raketen auf Israel abgefeuert hätten.

Im Westjordanland blieben Schulen und Geschäfte aus Solidarität mit den Opfern im Gazastreifen geschlossen. Die El-Aksa-Brigaden, der bewaffnete Arm der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, hatte zu dem Streik aufgerufen.

36 Tote seit Mittwoch

Allein am Freitag hatte Israel im Gazastreifen 19 Palästinenser getötet. Am Morgen feuerte die Armee in Gaza eine Rakete auf ein Auto eines Mitglieds des bewaffneten Arms der Hamas-Bewegung ab; der Extremist starb, vier weitere Menschen wurden verletzt. Seit Mittwoch wurden mindestens 36 Palästinenser getötet.

Angesichts der Militäraktionen im Gazastreifen rief Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den UNO-Sicherheitsrat zum sofortigen Eingreifen auf. Das israelische Verhalten könne zu einer weiteren Destabilisierung der gesamten Nahostregion führen, sagte Abbas zur palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa.

(/sda)

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